
Migränepatienten haben möglicherweise erhöhtes Schlaganfallrisiko

Migräne erhöht das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt
Forscher der Universität Aarhus in Dänemark haben den Zusammenhang zwischen Migräne und dem Risiko für Schlaganfall untersucht. Laut einer in der Fachzeitschrift „PLOS Medicine“ veröffentlichten Studie haben Personen, bei denen vor dem 60. Lebensjahr Migräne diagnostiziert wurde, ein höheres Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.
Die Forscher verglichen die Gesundheitsakten von 1996 bis 2018 und untersuchten das Risiko von ischämischem Schlaganfall und Herzinfarkt bei Patienten, die Migränemedikamente einnahmen, im Vergleich zur restlichen Bevölkerung. Dabei stellten sie fest, dass das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit Migräne gleich hoch ist – entgegen früherer Erkenntnisse.
Die Studie deutet jedoch darauf hin, dass Frauen mit Migräne möglicherweise ein erhöhtes Risiko für hämorrhagischen Schlaganfall und Herzinfarkt im Vergleich zu Männern und der Allgemeinbevölkerung haben. Ein ischämischer Schlaganfall tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn blockiert, während ein hämorrhagischer Schlaganfall auftritt, wenn ein Gefäß im Gehirn platzt.
Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Bedeutung der Früherkennung und Prävention von Migräneerkrankungen. Es ist wichtig für Migränepatienten, ihre Gesundheit im Auge zu behalten und regelmäßig ärztliche Untersuchungen durchzuführen. Durch eine rechtzeitige Behandlung können mögliche Komplikationen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte möglicherweise vermieden werden.



