
Wahlen in Rumänien: Anti-Hugelkandidat gewinnt klar in erster Runde

Zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Rumänien: Ein Duell zwischen Simion und Dan
Die zweite Runde der Wiederholungspräsidentschaftswahlen in Rumänien, die am 18. Mai stattfinden wird, verspricht ein spannendes Duell zwischen George Simion, dem Vorsitzenden der Allianz für die Union der Rumänen (AUR), und Nicușor Dan, dem unabhängigen Bürgermeister von Bukarest, zu werden. Simion gewann die erste Runde mit 40,96 % der Stimmen, während Dan mit 20,99 % den zweiten Platz belegte.
Erste Runde im Überblick
In der ersten Abstimmung erhielt Crin Antonescu, der Kandidat der Regierungskoalition, 20,07 % und landete somit auf dem dritten Platz. Der ehemalige Premierminister Victor Ponta, der als Unabhängiger antrat, erzielte 13,05 %. Elena Lasconi, die Führerin der Progressive Save Romania Union Party (USR), schloss die Runde mit nur 2,68 % der Stimmen ab und qualifizierte sich somit nicht für die zweite Runde.
Dan äußerte am Sonntagabend, dass die bevorstehende Wahl eine Herausforderung darstellen werde. Es sei kein persönlicher Kampf, sondern ein Wettstreit zwischen anti-westlichen und pro-westlichen Kräften. Besonders hervorzuheben sei der Rückhalt, den er von Bürgern moldawischer Herkunft, die auch rumänische Staatsbürger sind, erhielt, wo er über 50 % der Stimmen gewann. Simion hingegen konnte 60 % der Stimmen aus der rumänischen Diaspora im Westen sichern.
Unterstützung und politische Strategien
Weder Antonescu noch Lasconi riefen ihre Wähler zur Unterstützung Dáns auf. Ponta ließ offen, welchem Kandidaten er seine Stimme in der zweiten Runde geben würde. Hunor Kelemen, der Vorsitzende von RMDSZ, plädierte am Montagmorgen in einem Radiointerview für eine Unterstützung Dáns, um einen Sieg Simions zu verhindern. Er betonte, dass eine Niederlage Dáns eine große Gefahr für das Land darstellen könnte.
Kelemen äußerte die Vermutung, dass die Wahlbeteiligung der ungarischen Gemeinschaft eine Rolle bei Antonescus Niederlage gespielt habe. Die ungarischen Wähler hätten ein großes Interesse daran gehabt, den Sieg eines Politikers zu verhindern, der die demokratischen Errungenschaften der ungarischen Gemeinschaft gefährden könnte.
Politische Ideologien und Herausforderungen
Kelemen verwies darauf, dass Dan sich im progressiven Lager verorte, jedoch über einen reichen Erfahrungshorizont in der kommunalen Politik verfüge. Auf die Frage, wie die Europäische Union auf einen möglichen Sieg Simions reagieren würde, schloss Kelemen EU-Interventionen aus. Er betonte, dass weder Rumänien noch ethnische Minderheiten durch die Union gerettet werden könnten.
Die RMDSZ sieht die Wahlen als einen Versuch, einen offenkundig anti-ungarischen Präsidentschaftskandidaten zu verhindern, was von vielen in der ungarischen Gemeinschaft als notwendig erachtet wird. Dennoch wirft die geringe Wahlbeteiligung unter ethnischen Ungarn Fragen zur Glaubwürdigkeit der RMDSZ auf, da das Vertrauen in die politischen Strukturen schwindet.
Fazit
Die bevorstehenden Wahlen in Rumänien werden nicht nur von den Ergebnissen der ersten Runde, sondern auch von den politischen Allianzen und der Mobilisierung der Wählerschaft geprägt sein. Während Simion als klarer Favorit gilt, hängt der Ausgang der Wahl von der Fähigkeit Dáns ab, die Stimmen der gescheiterten Kandidaten zu gewinnen. Der politische Druck zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen wird die Dynamik der Wahl entscheidend beeinflussen.