
Ungarn verkündet nationale Gesundheitsstrategie

Der ungarische Staatssekretär für Gesundheit verkündete am Dienstag, dass die nationale Strategie für die öffentliche Gesundheit des Landes für die nächsten zehn Jahre abgeschlossen sei. Péter Takács erklärte, dass das Dokument die Hauptziele und Aufgaben für die kommenden Jahre festlegt und einen starken Fokus auf Prävention und frühzeitige Krankheitserkennung legt.
Das Hauptziel der Regierung sei es, die Anzahl der gesunden Lebensjahre der Ungarn zu erhöhen, so Takács. Er hob hervor, dass Ungarn im Vergleich zum EU-Durchschnitt in diesem Bereich stark zurückliege und dies Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung habe. Studien zeigten, dass Gesundheitsausgaben jedes Jahr das BIP eines Landes um 0,4 Prozent steigern.
Das Innenministerium, zuständig für das Gesundheitsressort, habe die Ausarbeitung der Strategie der Dachorganisation der Ungarischen Vereinigung der Ausbildungs- und Forschungsinstitute für öffentliche Gesundheit (NKE) übertragen, so Takács. Die Zusammenarbeit habe bereits dazu geführt, dass die Darmkrebsvorsorge auf die gesamte Bevölkerung der 50- bis 70-Jährigen ausgeweitet wurde.
Róza Adany, Gründerin und Ehrenvorsitzende der NKE, betonte, dass die Alterung der Bevölkerung ein verbreitetes Phänomen in Ungarn sei. Sie hob hervor, dass seit 1981 die Todesfälle die Geburten übersteigen und 2018 erstmals der Anteil der über 65-Jährigen den Anteil der unter 5-Jährigen überstiegen habe. Adany betonte die Bedeutung, ältere Menschen aktiv in den Arbeitsmarkt einzubinden, um zur Entwicklung des Landes beizutragen.
Es wird auch über Änderungen im Bereitschaftssystem der Primärversorgung in Budapest berichtet, sowie über die Herausforderungen des ungarischen Gesundheitssystems und die langen Wartelisten für Operationen.






