Ungarn

Ungarischer „Schatten-Premierminister“: Für ein starkes Europa erforderlich

Klára Dobrev, die Vorsitzende der Oppositionsparteien Demokratische Koalition, Sozialistische Partei und Párbeszéd für die Europawahl, äußerte sich bei der gemeinsamen Feier der drei Parteien zum Internationalen Tag der Arbeit und zum 20. Jahrestag des EU-Beitritts Ungarns in Budapest. Sie sprach von ihrem Wunsch nach europäischen Löhnen, Renten und Gesundheitsfürsorge.

Dobrev betonte die Bedeutung eines starken Europas, das sich um das gesamte ungarische Volk kümmern solle, auch wenn es gegen die amtierende Regierung verteidigt werden müsse. Sie kritisierte die niedrigen Löhne und Renten in Ungarn im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sowie das schlechte Niveau der Gesundheitsversorgung und Bildung. Dobrev warf Ministerpräsident Viktor Orbán vor, Gelder veruntreut zu haben, die eigentlich dem Land zugutekommen sollten.

Die Oppositionsführerin forderte eine linke, grüne und sozialdemokratische Regierung für Ungarn, um das Land aus dem „Albtraum“ zu befreien. Gergely Karácsony, der Bürgermeister von Budapest und Párbeszéd-Politiker, unterstrich die bittersüße Stimmung bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum EU-Beitritt Ungarns. Er betonte die Notwendigkeit eines stärkeren Europas, das die nationale Souveränität des Landes gewährleisten könne.

Imre Komjáthi von den Sozialisten versprach, die Gewerkschaften zu stärken, die als Immunsystem der arbeitenden Bevölkerung und Gesellschaft agieren. Die Parteien riefen dazu auf, ihre Kräfte zu bündeln, um eine positive Veränderung in Ungarn herbeizuführen.

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