
Steigende Schäden durch Dürre: Flächenverlust nimmt zu

Ein weiterer schwerer Schlag für ungarische Landwirte: Dürreschäden nehmen zu
Letzte Woche wurde ein deutlicher Anstieg der von der Dürre betroffenen Fläche festgestellt. Auf Hunderttausenden Hektar sind bereits mindestens 30 Prozent der Ernte verbrannt. Obwohl die Dürre vor zwei Jahren noch größere Verwüstungen angerichtet hat, könnte dieses Jahr für viele notleidende Landwirte ein noch schwererer Schlag sein, schreibt Weltwirtschaft.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums haben Landwirte landesweit bis zum 26. August dieses Jahres Dürreschäden auf etwas mehr als 300.000 Hektar Land gemeldet. Die größten Verlierer sind Mais und Sonnenblumen – diese beiden Kulturen machen 80 Prozent der bisher als dürregeschädigt gemeldeten Fläche aus – gefolgt von Luzerne und Sojabohnen. Während sich im Norden und Nordwesten des Landes die Lage im Vergleich zur Vorwoche entspannt hat, hat sich in weiten Teilen der Großen Tiefebene und Südtransdanubiens der Niederschlagsmangel verschärft, was zu einem dramatischen Anstieg der Zahl der Dürreschadensgebiete geführt hat. Auch die Niederschläge vom Dienstag änderten an dieser Situation nichts.
Da die Landwirte ihre Dürreschäden gemäß den geltenden Gesetzen bis zum 30. September melden müssen, steht die endgültige betroffene Fläche erst nach diesem Datum fest.
In den letzten Jahren wurde über Dürreschäden berichtet:
– 20.000 Hektar im Jahr 2023,
– 1,43 Millionen Hektar im Jahr 2022,
– 360.000 Hektar im Jahr 2021,
– 320.000 Hektar im Jahr 2020 und
– 160.000 Hektar im Jahr 2019.
Im vergangenen Jahr betrafen 80 Prozent der Dürreschäden Mais, Sonnenblumen und Luzerne, während im Jahr 2022, dem Jahr der Jahrhundertdürre, 96,6 Prozent der als Dürre ausgewiesenen Fläche Mais, Sonnenblumen und Winterweizen geschädigt hatten. In den drei Jahren zuvor war stets Winterweizen betroffen, während Mais 2020 der Dürre „entkam“.
Den aktuellen Daten zufolge besteht das Risiko, dass es in diesem Jahr zur zweitgrößten Dürre in der Landwirtschaft in den letzten fünf Jahren kommen könnte.
Zur Berechnung der Ausgleichszahlung erklärte das Ministerium, dass diese nicht allein auf der geschädigten Fläche basiere. Die wichtigste Regel für die Meldung eines Schadensereignisses sei, dass der Landwirt dieses und den zu erwartenden Ertragsverlust innerhalb von 15 Tagen nach Eintritt des Ereignisses melden müsse.
Ein positiver Bescheid der Regierungsbehörde allein berechtigt den Erzeuger allerdings nicht zu einer Entschädigung. Im Falle eines bescheinigten landwirtschaftlichen Schadensereignisses können Landwirte vom 2. bis 30. November elektronisch über die ungarische Staatskasse einen Antrag auf Entschädigung stellen.
Für Dürreschäden gezahlter Betrag:
– 800 Millionen HUF (2 Millionen EUR) im Jahr 2023,
– 49,73 Milliarden HUF (126 Millionen EUR) im Jahr 2022,
– 8,86 Milliarden HUF (22,5 Millionen EUR) im Jahr 2021,
– 7,49 Milliarden HUF (19 Millionen EUR) im Jahr 2020,
– 6,87 Milliarden HUF (17,4 Millionen EUR) im Jahr 2019.
Ein weiterer schwerer Schlag für ungarische Landwirte, die bereits mit den Folgen der Dürre zu kämpfen haben. Es bleibt zu hoffen, dass Maßnahmen ergriffen werden, um den betroffenen Landwirten zu helfen und die Auswirkungen der Dürre auf die Landwirtschaft zu mildern.






