
Skandalös: Ungarische Regierung lässt fast 1000 Menschenhändler frei

Mehr als 2.000 Menschenhändler, die in ungarischen Gefängnissen eine Haftstrafe verbüßten, wurden seit der Einführung einer Notverordnung durch die Regierung freigelassen. Berichten der HVG zufolge wurden insgesamt 2.297 ausländische Schleuser aus der Haft entlassen.
Gemäß den neuen Bestimmungen werden die freigelassenen Personen zunächst in Reintegrationshaft genommen und haben dann 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August, als 1.385 Menschenhändler freigelassen wurden, ist die Anzahl der Freilassungen angestiegen.
Allerdings zeigt sich auch, dass diese Maßnahme nicht immer erfolgreich ist, da 16 der freigelassenen Personen erneut straffällig wurden und zurück ins Gefängnis mussten, wie 444.hu unter Berufung auf die HVG berichtet.
Trotz der Freilassungen ist das Problem der Überbelegung der Gefängnisse in Ungarn nach wie vor nicht gelöst. Die Maßnahme diente vorrangig dazu, den Druck in den Haftanstalten zu verringern, scheint jedoch nicht die gewünschten langfristigen Lösungen zu bieten.






