
Reichtum in Ungarn: Geldverlagerungen ins Ausland überraschen

Der Wohlstand in Ungarn ist in den letzten Jahren stark angestiegen, doch nun sehen Premium-Bankkunden den Trend, ihr Vermögen ins Ausland zu verlagern, um günstigere Transaktionsgebühren zu erhalten. Dies könnte sich negativ auf die Cashflows und die gesamte Wirtschaft des Landes auswirken. Gleichzeitig nehmen Fremdwährungskredite in Ungarn zu, was auf die Knappheit staatlich subventionierter Kredite und steigende Kosten für Forint-Kredite zurückzuführen ist.
Laut einer aktuellen UBS-Studie verzeichneten Erwachsene mit niedrigerem Einkommen in Ungarn einen schnelleren Vermögenszuwachs als diejenigen in höheren Einkommensklassen. Dennoch musste das Land im Jahr 2023 einen Rückgang des durchschnittlichen Vermögens pro Erwachsenem verzeichnen. Experten warnen, dass die Verlagerung von Teilen des Vermögens reicher Ungarn ins Ausland ernste Risiken für die Wirtschaft des Landes birgt.
Um die Rentabilität der Finanzdienstleister aufrechtzuerhalten und das Vertrauen der Anleger zu stärken, ist es entscheidend, dass so viel Vermögen wie möglich in Ungarn bleibt und aktiv in die lokalen Finanzmärkte investiert wird. Ein möglicher Rückgang des Geldumlaufs könnte nicht nur die Staatseinnahmen senken, sondern auch die langfristige Wirtschaftsfinanzierung erschweren.
Die steigende Quote an Fremdwährungskrediten in Ungarn, die fast die Hälfte aller Unternehmenskredite ausmachen, bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Während diese Kredite vor allem von Unternehmen mit Fremdwährungseinnahmen genutzt werden, bleiben sie für Unternehmen mit Forint-Einnahmen aufgrund der Wechselkursvolatilität riskant.
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die ungarische Wirtschaft haben werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Trends entgegenzuwirken.






