
Ministerpräsident Orbán warnt vor neuer Energiekrise und reist nach Serbien

Premierminister Viktor Orbán wird am Samstag in Belgrad Gespräche mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic führen, sagte der Pressechef des Premierministers gegenüber MTI.
Energiesicherheit wird das wichtigste Thema sein
Die Energiesicherheit der Länder sowie der Region werde das wichtigste Thema der Gespräche sein, sagte Bertalan Havasi und verwies auf ernsthafte Herausforderungen durch US-Rohölsanktionen und Schritte der Ukraine zur Einschränkung der Transitlieferungen von russischem Gas. Bei den Gesprächen werde es auch um bilaterale Beziehungen gehen, darunter die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr und Verteidigung, fügte er hinzu.
Nach Orbáns Ankunft sagte der Premierminister in einem Reels-Video, dass Europa aufgrund der US-Sanktionen und der Entscheidung der Ukraine, kein Gas über die Druschba-Pipeline zu transportieren, auf eine neue Energiekrise zusteuere.
Ungarn und Serbien bekräftigen strategische Energiekooperation
Ungarn und Serbien hätten ihre strategische Zusammenarbeit im Energiebereich bekräftigt, sagte der Außenminister nach einem bilateralen Gipfeltreffen am Samstag in Belgrad. In einer Erklärung seines Ministeriums heißt es: Beide Länder wollten eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen gewährleisten, während Ungarn sein reguliertes Preissystem für Haushaltsversorgungsunternehmen beibehalten wollte.
Er verwies auf jüngste Entscheidungen, die die Energieversorgung in der Region belastet hätten, wie etwa neue Sanktionen der „gescheiterten demokratischen Regierung“ in den USA, den Stopp der Gastransitlieferungen über die Ukraine und Angriffe auf die Gaspipeline TurkStream. Er fügte hinzu, dass Ungarns Beharren auf dem Bau des TurkStream zur Energiesicherheit des Landes beigetragen habe, ebenso wie die Einrichtung von Verbindungsleitungen zu den Gasnetzen von sechs seiner sieben Nachbarn.
Auch Serbien beziehe den Großteil seines Gases über TurkStream und der sichere und zuverlässige Betrieb der Pipeline liege im gemeinsamen Interesse beider Länder, sagte er und betonte die Bedeutung einer strategischen Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Serbien, die auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert.
Er wies darauf hin, dass eine Vereinbarung getroffen worden sei, um gemeinsame Investitionen in die Energieinfrastruktur zu beschleunigen, und sagte, dass die Kapazität einer Verbindungsleitung zwischen den Stromnetzen beider Länder bis 2027 oder 2028 verdoppelt werde. Eine Rohölpipeline zwischen Serbien und Ungarn könnte in etwa drei Jahren fertiggestellt sein, fügte er hinzu. Er begrüßte die Inbetriebnahme einer gemeinsamen ungarisch-serbisch-slowenischen Strombörse.






