
Minister Gergely Gulyás betont enge Beziehungen zu Bayern

Ungarn stärkt Beziehungen zu Bayern: Minister Gergely Gulyás betont gemeinsame Anliegen
Ungarn strebt eine Stärkung seiner wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen zu Bayern an, betonte Minister Gergely Gulyás bei einem offiziellen Besuch in München.
In einem Interview mit der ungarischen Nachrichtenagentur MTI betonte Minister Gulyás die bedeutende Rolle Bayerns als einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Ungarns. Er merkte auch an, dass Bayern seine Beziehungen zu Ungarn schätzt, da beide Länder gemeinsame Anliegen und Prioritäten haben.
Ein zentrales Thema der Gespräche war die Migration. Herr Gulyás kritisierte das Versagen der Europäischen Union, die Außengrenzen des Schengen-Raums ausreichend zu schützen. Seiner Ansicht nach gefährdet dieses Versäumnis die Freizügigkeit und den freien Handel.
Er erklärte, dass „Bayern ein Opfer dieses Versagens ist“, und verwies dabei auf die Herausforderungen der Region bei der Bewältigung des Migrationsdrucks. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den von bayerischen Politikern geäußerten Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Migration auf Bayern und Ungarn.
Trotz des Austritts der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Europäischen Volkspartei bezeichnete Gergely Gulyás die Treffen als „freundlich und konstruktiv“. Er traf sich mit mehreren bayerischen Politikern, darunter dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vertretern, um Themen von gemeinsamem Interesse zu besprechen, insbesondere Migration und Grenzschutz.
Florian Herrmann, Chef der Bayerischen Staatskanzlei, hat mehrfach betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, darunter auch Ungarn, gerade in Fragen der Migrations- und Europapolitik sei.
Der Besuch unterstreicht die Stabilität der ungarisch-bayerischen Beziehungen, da sich beide Regionen trotz umfassender politischer Veränderungen in Europa weiterhin in zentralen Fragen engagieren.






