
Licht am Ende des Mundkrankheitstunnels

Maßnahmen zur Bekämpfung von Fuß- und Mouthkrankheiten in Ungarn
Der ungarische Landwirtschaftsminister István Nagy hat in einer Sitzung des Landwirtschaftsausschusses der Nationalversammlung die Effektivität der Maßnahmen zur Bekämpfung von Fuß- und Mouthkrankheiten (FMD) hervorgehoben. In seinem Bericht erklärte er, dass bei ausbleibenden neuen Infektionen am 30. Mai die Immunität angekündigt und die von der Europäischen Union auferlegten Beschränkungen bis zum 30. Juni aufgehoben werden könnten.
Nagy wies darauf hin, dass die Inkubationszeit für das Virus zwei Wochen beträgt. Sollte es bis zum Wochenende keine neuen Ausbrüche geben, könnte man nahezu bestätigen, dass Ungarn frei von dem ansteckenden Virus ist. Trotzdem appellierte er daran, nicht nachzulassen, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Situation in der Slowakei, die ein Risiko für die Ausbreitung des afrikanischen Schweinefiebers darstellt.
Er berichtete weiter, dass die infizierten Tiere unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen geschlachtet wurden und die Polizei zur Überwachung der betroffenen Farmen eingesetzt wurde. Zudem wurde die chemische Verteidigungseinheit der Armee zur Unterstützung bei der Desinfektion herangezogen.
Die Erkrankung wirkte sich vor allem auf die Grafschaft Győr-Moson-Sopron im Nordwesten Ungarns aus, was den Transport der Schlachtkörper zum nächstgelegenen Tierkrematorium erschwerte. Daher wurde eine internationale Lösung zur sicheren Beerdigung der Tiere gewählt. Nagy betonte, dass dies eine schwierige Aufgabe für die Betriebsmitarbeiter darstelle, da keine Gemeinde in Ungarn bereit war, diese Maßnahmen positiv zu unterstützen.
Das operative Team entschied, die Beerdigungen an langjährigen Standorten durchzuführen, die geologisch und hydrologisch überprüft und dokumentiert waren. Die Gruben wurden in einer Tiefe von bis zu sieben Metern gegraben, wobei der Grundwasserspiegel zwei bis drei Meter darunter lag.
Nagy räumte ein, dass die Zerstörung der Tiere Besorgnis in der Bevölkerung hervorrief, und dass die Behörden sich zudem mit hysterischen Reaktionen auseinandersetzen mussten.
Der Minister informierte über die fortlaufenden Konsultationen mit den Eigentümern der fünf betroffenen Betriebe und betonte, dass die Desinfektionsmaßnahmen in mehreren Phasen durchgeführt werden. Zudem begann die Regierung, Entschädigungen vorzubereiten, um den Geschädigten einen Neuanfang zu ermöglichen.
Nagy erklärte, dass das Ziel darin bestehe, die landwirtschaftliche Produktion schnellstmöglich wiederherzustellen, um die Arbeitsplätze der betroffenen Landwirte zu sichern. Hierbei werde ein Kreditmoratorium in Erwägung gezogen und weitere finanzielle Unterstützungen geprüft.
Er betonte, dass sämtliche Maßnahmen darauf abzielen, die Wiederauffüllung innerhalb von mindestens einem Jahr zu fördern, damit die Farmen bis Ende des dritten Jahres wieder ihr ursprüngliches Produktionsniveau erreichen können.
Die Strategie zur Bekämpfung der Virusausbreitung steht im Vordergrund, um sowohl Tiere als auch die öffentliche Gesundheit zu schützen.






