
Kirgisische Staatsanwälte verlangen 20 Jahre Haft für Demonstranten wegen Grenzvertrag

Am 10. Juni forderten kirgisische Staatsanwälte vor einem Gericht in Bischkek die Verurteilung und Verhängung langer Haftstrafen gegen 27 Mitglieder einer kirgisischen Gruppe, die wegen Protesten gegen ein Grenzabkommen vor Gericht stehen.
Die Angeklagten werden beschuldigt, im vergangenen Jahr an Protesten teilgenommen zu haben, bei denen sie gegen ein Grenzabkommen zwischen Kirgisistan und dem benachbarten Tadschikistan protestierten. Die Proteste führten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern, bei denen mehrere Menschen getötet und verletzt wurden.
Die Staatsanwälte argumentierten vor Gericht, dass die Angeklagten für die Unruhen verantwortlich seien und forderten harte Strafen für sie. Die Anwälte der Angeklagten hingegen betonten, dass ihre Mandanten lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt hätten und unschuldig seien.
Das Gericht wird in den kommenden Wochen eine Entscheidung über das Schicksal der 27 Angeklagten treffen. Die Proteste und Unruhen im vergangenen Jahr haben zu Spannungen in der Region geführt und die Beziehungen zwischen Kirgisistan und Tadschikistan belastet.
Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht in Bischkek auf die Forderungen der Staatsanwälte reagieren wird und welche Konsequenzen die Verhandlung für die Angeklagten haben wird.



