
Großer Betrug auf Booking.com: Ungarische Nutzer verlieren immense Geldbeträge

Eine kürzlich aufgetretene Welle von Phishing-Angriffen auf Buchungen von Booking.com in Ungarn hat zu erheblichen finanziellen Verlusten geführt. Cyberkriminelle haben über einen Zeitraum von drei Monaten rund 177 Mio. HUF (ca. 440.000 EUR) gestohlen. Die Betrugsfälle haben sowohl bei den Strafverfolgungsbehörden als auch bei Booking.com selbst Warnungen ausgelöst.
Nach Berichten von 24.HU nutzen die Betrüger eine Methode, bei der sie E-Mails verschicken, die von legitimen Unterkunftsanbietern zu stammen scheinen. Diese E-Mails enthalten Links zu Websites, die die Benutzeroberfläche von Booking.com genau nachahmen. Unter dem Vorwand einer „Informationsüberprüfung“ werden ahnungslose Opfer gebeten, ihre Kreditkartendaten und Buchungsdetails preiszugeben. Die Betrüger fordern dann die Opfer auf, ihre Buchungen mit einem Code zu „bestätigen“, der in Wirklichkeit eine betrügerische Transaktion genehmigt und das Opfer doppelt für ihre Reservierung belastet.
Zwischen November 2024 und Januar 2025 reichten 112 ungarische Nutzer Beschwerden oder Berichte über betrügerische Aktivitäten ein. Im Durchschnitt verloren die Opfer etwa 1,58 Millionen HUF (ca. 3.940 EUR) pro Vorfall. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und arbeitet mit Booking.com zusammen, um weitere Informationen zu sammeln.
Booking.com hat erklärt, dass ihre Systeme nicht kompromittiert wurden. Sie haben jedoch bestätigt, dass einige Unterkunftspartner Phishing-E-Mails erhalten haben, die zu unbefugtem Zugriff auf Buchungen von Booking.com führten. Um solche Aktivitäten zu bekämpfen, setzt Booking.com KI- und maschinelles Lernen ein, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und zu verhindern. Das Unternehmen hat auch ein Cybersicherheitsberatungszentrum für Gastgeber eingerichtet, um Bedenken zu melden.
Sowohl die Polizei als auch Booking.com haben Richtlinien veröffentlicht, um Nutzern zu helfen, sich zu schützen, z.B. immer über die offizielle App auf die Website zuzugreifen und die E-Mail-Adresse des Absenders zu überprüfen, bevor man auf Links klickt.
Benutzer, die Opfer von Betrug geworden sind, werden aufgefordert, den Vorfall sofort der Polizei zu melden, auch wenn kein finanzieller Verlust entstanden ist. Berichte können persönlich, über die Polizeiwebsite oder die gebührenfreie Nummer 06-80-555-111 erstellt werden.






