
Forscher bringen alte ungarische Gesichter zum Leben

Eine innovative Initiative in Ungarn setzt sich dafür ein, digitale Gesichtsrekonstruktionen von Menschen durchzuführen, die vor Jahrhunderten gestorben sind. Luca Kis, ein Forscher an der Universität Szeged, führt diese bahnbrechende Arbeit durch, die auf anthropologischen Überresten basiert.
Luca Kis ist der erste Forscher in Ungarn, der digitale Gesichtsrekonstruktionen durchführt. Zuvor wurden in Ungarn ausschließlich skulpturale Wiederaufbauten verwendet. Durch den digitalen Prozess können die Rekonstruktionen genauer überwacht und angepasst werden, da jede Schicht transparent sichtbar gemacht werden kann.
Aktuell arbeitet Luca Kis an der Rekonstruktion der Gesichter von Personen, die in den Massengräbern der Schlacht von Mohács bestattet wurden. Ein weiteres Projekt beinhaltet die Rekonstruktion des Gesichts eines Mannes aus der Avar-Ära auf dem Friedhof von Kunszállás-bes-bes-bes-reisöpjakab. Das Ziel dieser Rekonstruktionen ist es, Besuchern emotionale Verbindungen zu den historischen Individuen herzustellen und ihr Verständnis für die Geschichte zu vertiefen, die in den Museen präsentiert wird.
Die digitale Gesichtsrekonstruktion bietet viele Vorteile, darunter eine bessere Kontrolle über den Prozess und die Möglichkeit, verschiedene Präsentationsformen zu nutzen. So können rekonstruierte Personen mit verschiedenen historischen Outfits oder Hauttönen ausgestellt werden. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es den Besuchern auch, das Gesicht in der Ausstellung nach ihren Wünschen zu visualisieren.
Die Arbeit von Luca Kis und ihrem Team ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen und präzisen Methode der Gesichtsrekonstruktion auf der Grundlage anthropologischer Überreste. Durch die Verwendung digitaler Technologie wird Geschichte auf faszinierende Weise zum Leben erweckt und Besuchern ein tieferes Verständnis für vergangene Epochen vermittelt.






