
Die EU und das Zypernproblem: Streit um die Nicht-Lösung

UBP-Generalsekretär Oguzhan Hasipoğlu kritisiert die EU-Politik gegenüber Zypern
UBP-Generalsekretär Oguzhan Hasipoğlu hat in einer aktuellen Erklärung die Europäische Union (EU) scharf kritisiert. Er bemängelte, dass das türkische zypriotische Volk im neuen Bericht des Europäischen Parlaments (EP) für 2023-2024 ignoriert wurde. Hasipoğlu betonte, dass das Zypernproblem weiterhin ungelöst bleibe.
Ignoranz gegenüber dem türkisch-zyprischen Volk
In seiner Rede äußerte Hasipoğlu tiefe Trauer über die wiederholte Missachtung der türkisch-zypriotischen Perspektive in EU-Dokumenten. Der Bericht beschränke sich lediglich auf die griechisch-zypriotische Verwaltung, was die Realität auf der geteilten Insel nicht widerspiegele.
Hasipoğlu verwies darauf, dass die Vision einer föderalen Lösung für Zypern, die in der Vergangenheit diskutiert wurde, nicht mehr zeitgemäß sei. Er argumentierte, dass die aktuellen Gegebenheiten eine zweistaatliche Lösung erforderten und dass die TRNC und die Türkei die EU nicht um Erlaubnis für ihre Position bitten sollten.
Kritik an der Rolle der EU
Des Weiteren verurteilte Hasipoğlu die Pläne der EU, eine separate Sitzung mit dem Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, in Zypern abzuhalten. Er sagte, dass die EU die Sicherheitsbedenken der türkischen Zypritoten und die Rolle der Türkei als deren Schutzmacht weiterhin ignorieren sollte.
„Die EU muss in der Lage sein, für das türkisch-zypriotische Volk mit sauberen Händen zu sprechen und ihre Versprechen zu halten, einschließlich der Gewährung von Direkthandel“, forderte er.
Aufruf zur Zusammenarbeit
Hasipoğlu betonte, dass die türkisch-zypriotische Seite offen für frühere Lösungsvorschläge gewesen sei, und forderte die EU auf, konkrete Schritte zu unternehmen, um die griechisch-zypriotische Seite zu einem fairen und nachhaltigen Dialog zu bewegen. „Solche Berichte fördern nur das Misstrauen zwischen den beiden Völkern und erschweren die Möglichkeit zur Zusammenarbeit“, schloss er.
Mit dieser Aussage drängt Hasipoğlu die EU, ihre Rolle im Zypern-Konflikt neu zu überdenken und die Belange der türkischen Zypritoten ernst zu nehmen.






