
CPJ verurteilt Strafverfahren gegen Journalisten in Kirgisistan

Das Komitee zum Schutz von Journalisten fordert die kirgisischen Behörden auf, Anklagen gegen Journalisten von Temirov Live fallen zu lassen
Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat die kirgisischen Behörden aufgefordert, alle Anklagen gegen elf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Temirov Live fallen zu lassen. Der Prozess gegen diese Mitarbeiter soll am kommenden Freitag beginnen. Das CPJ warnt davor, dass die Verurteilung dieser Journalisten einen schwerwiegenden Wendepunkt darstellen würde und den internationalen Ruf der kirgisischen Regierung ruinieren könnte.
Am 16. Januar wurde das Büro von Temirov Live durchsucht und Mitarbeiter festgenommen. Die Anklage lautet auf „Aufruf zu Unruhen“ basierend auf einer forensischen sprachwissenschaftlichen Untersuchung von Inhalten, die auf den Social-Media-Seiten des Senders gefunden wurden. Die Festgenommenen sind ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter von Temirov Live und wurden für zwei Monate inhaftiert. Einige von ihnen wurden später unter Hausarrest gestellt.
Das CPJ fordert die kirgisischen Behörden auf, die unabhängige Presse nicht weiter zu schikanieren und die Anklagen fallenzulassen. Die Journalisten dürfen nicht für ihre Arbeit bestraft werden, und die Pressefreiheit muss gewahrt bleiben.



