
Zentralasiatische Unternehmen unterstützen Russland bei der Aufhebung der Sanktionen

Russischer Handel mit doppelverwendungsfähigen Bauteilen boomt in Kirgisistan und Kasachstan
Ein aktueller Bericht zeigt, dass Unternehmen in Kirgisistan und Kasachstan verstärkt mit Russland Handel treiben, indem sie elektronische Bauteile mit doppeltem Verwendungszweck importieren. Diese Bauteile können sowohl für zivile als auch militärische Zwecke verwendet werden. Seit Russland im Jahr 2022 seine umfassende Invasion in der Ukraine startete, hat der Handel mit solchen Gütern, die von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten sanktioniert werden, deutlich zugenommen.
Korrespondenten von RFE/RL haben sich in Kirgisistan und Kasachstan umgehört, um den Umfang und die Auswirkungen dieses Handels zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen in beiden Ländern von der gestiegenen Nachfrage nach diesen elektronischen Bauteilen profitieren.
Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben bereits Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in der Ukraine verhängt. Diese Sanktionen zielen auch auf den Handel mit elektronischen Bauteilen ab, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke genutzt werden können. Trotz dieser Sanktionen hat der Handel mit diesen Gütern in Kirgisistan und Kasachstan rapide zugenommen.
Experten sind sich einig, dass dieser Handel ein Schlupfloch darstellt, durch das Russland trotz der Sanktionen Zugang zu hochtechnologischen Bauteilen erhält. Diese Bauteile könnten letztendlich zur Modernisierung der russischen Streitkräfte beitragen.
Die steigende Nachfrage nach solchen Bauteilen in Russland hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaft in Kirgisistan und Kasachstan. Viele Unternehmen, die zuvor nicht im Handel mit diesen Gütern tätig waren, haben nun ihr Geschäftsmodell angepasst und sich auf den Handel mit elektronischen Bauteilen spezialisiert. Dies hat zu einer vermehrten Beschäftigung und einem wirtschaftlichen Aufschwung in beiden Ländern geführt.
Allerdings gibt es auch Bedenken bezüglich der möglichen negativen Auswirkungen dieses Handels. Die EU und die USA sehen darin eine Gefährdung der nationalen Sicherheit, da die Bauteile für militärische Zwecke genutzt werden können. Es besteht die Sorge, dass Russland durch den Handel mit diesen Gütern seine militärische Präsenz in der Region weiter stärken könnte.
Die Behörden in Kirgisistan und Kasachstan sind sich dieser Problematik bewusst und arbeiten eng mit internationalen Partnern zusammen, um den Handel mit doppelverwendungsfähigen Bauteilen zu kontrollieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Handel in Zukunft entwickeln wird und welche Maßnahmen von den beteiligten Ländern ergriffen werden, um die potenziellen Sicherheitsrisiken einzudämmen.



