
Wurzel-OP in Izmir: Minister Soylu erklärt Hintergründe

Türkische Behörden haben bei einer groß angelegten Razzia in der Stadt Izmir 310 Verdächtige festgenommen. Insgesamt 2.280 Polizei- und Gendarmeriemitarbeiter waren an der Operation beteiligt, die seit sieben bis acht Monaten geplant wurde und zum zweiten Mal in Izmir stattfand. Die Razzia namens „Operation Rooting“ fand in der Nacht vom 11. auf den 12. März statt und wurde aus der Luft und vom Boden aus durchgeführt. Minister für Innere Angelegenheiten Süleyman Soylu, Generaldirektor für Sicherheit Mehmet Aktaş, der Gouverneur von Izmir Yavuz Selim Köşger und andere Beamte nahmen an der Pressekonferenz teil.
Minister Soylu gab bekannt, dass die Zahl der drogenbedingten Todesfälle in den letzten fünf Jahren von 941 auf 270 zurückgegangen ist. Er betonte, dass die Regierung hart gegen Drogen vorgehe und in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 9,5 Prozent bei den Drogenkonsumverbrechen festzustellen sei. Es habe auch eine Abnahme bei der Anzahl derjenigen gegeben, die zum ersten Mal Drogen verkauften.
Der Minister für Innere Angelegenheiten wandte sich auch an die Mütter von Drogenabhängigen und ermutigte sie, alle verfügbaren Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Er erklärte auch, dass es weitere Maßnahmen geben werde, um den Drogenkonsum in der Türkei zu reduzieren und diejenigen, die mit Drogen handeln, zu bestrafen. Seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 wurden bereits 128.200 Menschen wegen Drogenvergehen inhaftiert.
Die Türkei ist ein wichtiger Transitweg für Drogen, die von Afghanistan nach Europa geliefert werden. Die Regierung hat in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um den Drogenhandel zu bekämpfen und die Drogennachfrage im Land zu reduzieren.



