
Wer wird NATO-Generalsekretär? Wird Rutte Stoltenbergs Nachfolger?

Mark Rutte steht bevor das NATO-Generalsekretariat zu erobern
Es ist möglich, dass der niederländische Premierminister Mark Rutte anstelle von Jens Stoltenberg im Oktober neuer NATO-Generalsekretär wird. Bei dem Gipfel, der anlässlich des 75. Jahrestages des Bündnisses in Wasihgnton stattfinden wird, stehen die NATO-Mitglieder unter Druck, einen neuen Generalsekretär vor dem Gipfel im Juli zu wählen.
In den Vereinigten Staaten, England, Frankreich und Deutschland haben die NATO-Mitglieder nacheinander ihre Unterstützung für Mark Rutte als NATO-Generalsekretär bekannt gegeben.
Die Möglichkeit, dass Rutte anstelle von Jens Stoltenberg im Oktober NATO-Generalsekretär wird, hat zugenommen. Der NATO-Generalsekretär wird im Konsens unter den Mitgliedstaaten gewählt. Dafür ist die Unterstützung von 31 Mitgliedstaaten oder zumindest keine Ablehnung von einem Mitgliedsland erforderlich.
Rutte, 57, strebt seit November den Posten des NATO-Generalsekretärs an. Wie aus diplomatischen Quellen hervorgeht, unterstützen zwei Drittel der Mitgliedsstaaten Rutte. Die Unterstützung der Vereinigten Staaten ist besonders wichtig. Traditionsgemäß wird ein Name aus Europa ausgewählt, aber die USA müssen diesen Namen unterstützen.
Ein amerikanischer Beamter sagte, Präsident Joe Biden habe Mark Ruttes Kandidatur stark unterstützt. Er erklärte, Rutte sei sich der Bedeutung des Bündnisses zutiefst bewusst. Er bezeichnete den niederländischen Premierminister als „natürlichen Anführer mit fortgeschrittenen Kommunikationsfähigkeiten“. Nach dieser Erklärung gab es Unterstützungserklärungen aus Frankreich und Deutschland.
Türkische Diplomaten haben erklärt, dass die Türkei und Ungarn ihre Stellungnahmen noch nicht bekannt gegeben haben. Laut dem amerikanischen Magazin Politico sorgt sich Ankara, dass Rutte die EU-Länder innerhalb des Bündnisses bevorzugen wird. Es wurde berichtet, dass die Türkei vor der Unterstützung von Rutte eine Zusicherung zu diesem Thema wünscht. Während Ruttes Amtszeit als Ministerpräsident durften türkische Politiker während des Verfassungsreferendums 2017 in den Niederlanden keine Kundgebungen abhalten. Es kam zu einer Polemik zwischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Rutte.
Mark Rutte wurde der längst dienende Ministerpräsident der Niederlande. Rutte, der in seinem Land wegen seiner Fähigkeit, Kritik und Skandale abzuwehren, als „Teflon Mark“ bekannt ist, kündigte im Juli seinen Rückzug aus der Politik an. Da nach den Wahlen vom 22. November 2021 noch keine Regierung gebildet wurde, setzt Rutte seine Tätigkeit als Ministerpräsident fort.



