
Verhaftung des Direktors des kirgisischen Opern- und Balletttheaters wegen Amtsmissbrauchs

Alsu Kurmasheva, ein erfahrenen Journalisten des Tatarisch-Baschkirischen Dienstes von RFE/RL, wurde als politischer Gefangener anerkannt. Sie befindet sich seit dem 18. Oktober in russischer Haft. Die Journalistin mit doppelter Staatsbürgerschaft der USA und Russlands reiste im Mai wegen eines familiären Notfalls nach Russland. Am 2. Juni wurde sie am Flughafen der Hauptstadt der Region Tatarstan festgenommen und ihre Pässe wurden beschlagnahmt. Sie konnte Russland nicht verlassen, da sie auf die Rückgabe ihrer Reisedokumente wartete.
Am 11. Oktober wurde Kurmaschewa zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie es versäumt hatte, ihren US-Pass bei den russischen Behörden zu registrieren. Anschließend wurde sie am 18. Oktober erneut festgenommen und dieses Mal als „ausländische Agentin“ angeklagt.
Die Inhaftierung von Kurmasheva, dem zweiten US-Medienvertreter, der in diesem Jahr von Moskau festgenommen wurde, hat eine Welle der Kritik von Menschenrechtsgruppen und Politikern ausgelöst. Sie sehen darin ein neues Maß an Kriegszensur.
Memorial, die Menschenrechtsgruppe, hat die politische Verfolgung von Kurmasheva scharf kritisiert. Sie betonen, dass das Vorgehen der russischen Behörden darauf abzielt, die Pressefreiheit zu unterdrücken und die politische Opposition mundtot zu machen.
RFE/RL und andere Menschenrechtsorganisationen fordern die sofortige Freilassung von Kurmasheva und anderen inhaftierten Journalisten. Sie kritisieren die zunehmende Anwendung von Gesetzen gegen ausländische Agenten, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.



