
Usbekischer Diaspora-Führer verurteilt zu vier Jahren Haft für Social-Media-Post

Der Leiter der interregionalen usbekischen Diaspora „Vatandosh“, Usman Baratov, wurde von einem russischen Gericht wegen Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit zu vier Jahren Haft in einer Strafkolonie des Generalregimes verurteilt. Baratov hatte in den sozialen Medien ein Bild gepostet, das Teilnehmer der „speziellen Militäroperation“ beleidigte.
Zuvor wurde berichtet, dass in Moskau ein Strafverfahren gegen Usman Baratov wegen Anstiftung zum Hass eingeleitet wurde. Die Kontroverse entstand durch einen von ihm geteilten Beitrag, der eine humorvolle Illustration über Eierpreise enthielt, auf der ein Huhn schreit: „Mit Butter bekommt man nichts, keine Eier! Holt die Hähne von der Front zurück!“
Das Stadtgericht Stupino in der Moskauer Region führte den Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit und befand Usman Baratov nach Artikel 282, Teil 2 des russischen Strafgesetzbuches (Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit) für schuldig. Er wurde zu vier Jahren Haft in einer Strafkolonie des Generalregimes verurteilt.
Vor Gericht widersprach Usman Baratov dem Urteil und behauptete, die linguistische Analyse sei fehlerhaft und das gesamte Verfahren illegal gewesen. Er ist der Ansicht, der Fall sollte vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg überprüft werden.






