
UN: Massengräber in Gaza erfordern die Zustimmung aller Parteien

Der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq beantwortete auf der täglichen Pressekonferenz die Fragen der Journalisten.
Auf die Frage nach der Exhumierung von 51 weiteren Leichen aus dem Massengrab im Nasser-Krankenhauskomplex nach dem Abzug der israelischen Armee aus der Stadt Khan Younis im Süden des Gazastreifens erinnerte Haq daran, dass die UN eine unabhängige und zuverlässige Untersuchung gefordert hatten.
Haq wies darauf hin, dass es nicht bekannt sei, welche Art von Untersuchung durchgeführt werde oder wer die Untersuchung durchführen könne, jedoch betonte er, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) vor Ort seien.
Haq wies darauf hin, dass diese Organisationen auch Menschenrechtsverletzungen untersuchen können und sagte: „Eine unabhängige, wirksame und transparente Untersuchung sollte in Bezug auf die Krankenhäuser Nasser und Shifa durchgeführt werden.“
Haq betonte die Notwendigkeit, Krankenhäuser, Krankenhausmitarbeiter, Patienten und Zivilisten zu schützen und sagte: „Ich glaube nicht, dass die Situation vor Ort derzeit für eine Untersuchung geeignet ist.“
Auf die Frage, wie man die Zustimmung von Israel, das das Verbrechen begangen habe, erhalten könne, sagte Haq, dass für die Wirksamkeit der Ermittlungen die Zustimmung aller Beteiligten vor Ort erforderlich sei: „Solche Probleme treten immer dort auf, wo es Konflikte gibt.“ Dies sei erforderlich, um den erforderlichen Zugriff sicherzustellen und eine sinnvolle Untersuchung durchzuführen.
Es ist weiterhin sehr schwierig, Hilfe in den nördlichen Gazastreifen zu bekommen
Haq informierte über die allgemeine Lage in Gaza und erklärte, dass die israelischen Behörden heute nicht zugelassen hätten, dass Hilfsgüter in den Norden gelangen.
Haq erklärte, dass die israelischen Behörden es weiterhin schwierig machen, Hilfslieferungen in den Norden von Gaza zu schicken, und stellte fest, dass ein Drittel der im April nach Gaza gehenden Hilfe blockiert wurde.
Zu den Entwicklungen im Westjordanland erklärte Haq, dass israelische Streitkräfte vom 18. bis 22. April 18 Palästinenser getötet und Hunderte Häuser und Lager beschädigt hätten.



