
Titanic – Ein Ärgernis an jedem Ort seines Schicksals

Das Schicksal des Tauchboots, das zur Untersuchung der Wrackteile der Titanic abtauchte und nach einiger Zeit verschwand, sorgt weltweit für Aufsehen. Hamish Harding, ein britischer Milliardär und Entdecker, hat gemeinsam mit dem 48-jährigen Shahzada Dawood, einem der reichsten Menschen Pakistans, das Wrack der Titanic besichtigt. Die Suche nach dem vermissten U-Boot läuft weiterhin auf Hochtouren.
Die Behörden gaben bekannt, dass das U-Boot regelmäßig alle 20 Minuten ein Signal senden sollte, dies jedoch seit letztem Sonntag nicht mehr geschehen ist. Es konnte kein Kontakt hergestellt werden. Dies erinnert viele an vergangene Ereignisse, die als „verfluchtes Erbe der Titanic“ angesehen wurden. Hier wird die Geschichte dieses Fluchs im Detail erzählt.
Die Titanic und die Britannic waren Schwesterschiffe, die drei Jahre nacheinander von der Werft Harland & Wolff in Nordirland gebaut wurden. Die Britannic, ein Krankenhausschiff und als „Schwester“ der Titanic bekannt, traf im November 1916 in der Ägäis auf eine Mine und sank, was zu einem der größten Schiffsverluste im Ersten Weltkrieg führte. Der Untergang der Britannic schädigte den Ruf Englands auf den Weltmeeren. Dieser Untergang, kurz nach dem der Titanic, führte zu der Annahme, dass ein „Fluch“ auf der Titanic liegt.
Nicht nur die Britannic, sondern auch das Kreuzfahrtschiff RMS Carpathia, das berühmt dafür ist, die Überlebenden der Titanic gerettet zu haben, hatte ein ähnliches Schicksal. Im Juli 1918 wurde die Carpathia von einem deutschen U-Boot torpediert und fünf Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Dieser „Fluch“ der Titanic betraf jedoch nicht nur Schiffe. Viele Überlebende der Titanic erlitten tiefe Traumata, die sie ihr ganzes Leben lang begleiteten. Einige begingen später Selbstmord, da sie das erlittene Trauma nicht überwinden konnten.
Auch beim Filmen der Titanic-Tragödie kam es zu Unfällen. Joseph Goebbels, der Propagandaminister von Hitler, forderte 1943 die Produktion eines Films mit dem Titel „Titanic“, in dem der Untergang des Schiffes als Ergebnis der Gier des britischen Imperialismus dargestellt werden sollte. Der Film konnte nie fertiggestellt werden und sein Regisseur wurde wegen Hochverrats hingerichtet. Bei den Dreharbeiten zum Film „Titanic“ aus dem Jahr 1997 erlitt die Schauspielerin Kate Winslet Unterkühlungen und Grippe und verletzte sich bei einigen Szenen. Sogar in den Museen blieb der „Fluch“ der Titanic nicht aus. Im Jahr 2021 stürzte ein Modell des Eisbergs, der den Unfall verursachte, auf die Besucher des Titanic Museums in Tennessee und verletzte drei Personen.
Die Suche nach dem U-Boot und die dahinterstehenden Ereignisse lassen viele Menschen über den vermeintlichen Fluch der Titanic nachdenken. Es bleibt abzuwarten, ob das Schicksal des U-Bootes auf diesen Fluch zurückzuführen ist oder ob es einfach nur tragische Zufälle sind.



