
Strenge Regeln für Russischkurs für Zentralasiaten

Eine russische Agentur hat neue Verhaltensregeln für zentralasiatische Migranten vorgeschlagen. Diese Regeln sollen die Verwendung ihrer Muttersprachen stark einschränken und verbieten, in der Öffentlichkeit zu beten oder Tiere für religiöse Zwecke zu opfern.
Die zentralasiatischen Migranten werden in einem speziellen 70-minütigen Kurs über diese strengen Regeln informiert. Dieser Kurs wurde von der russischen Föderalen Agentur für ethnische Angelegenheiten (INLB) entwickelt und wird in Seminaren in verschiedenen Teilen des Landes durchgeführt.
Die Migranten müssen die russische Sprache beherrschen und die Einwanderungsgesetze des Landes kennen. Es ist ihnen nicht gestattet, ihre Muttersprache zu verwenden, wenn sie über Russen sprechen, und sie dürfen auch nicht in der Öffentlichkeit beten oder Tiere opfern. Es wird ihnen sogar untersagt, „nicht einmal in ihrer Muttersprache zu flüstern“.
Zusätzlich zu den sprachlichen und verhaltensbezogenen Einschränkungen gibt es auch religiöse Vorschriften. Das öffentliche Schlachten von Tieren für religiöse Zwecke wird ebenfalls verboten.
Der Kurs beinhaltet auch eine Geschichtsstunde, in der den Migranten erzählt wird, dass die Entwicklung Zentralasiens maßgeblich aus dem Haushalt der Sowjetunion finanziert wurde. Zudem werden sie über die Möglichkeit informiert, durch den Dienst beim russischen Militär auf vereinfachte Weise die russische Staatsbürgerschaft zu erlangen.
Obwohl diese Verhaltensregeln noch nicht gesetzlich verankert sind, könnten sie für Migranten, die einen langfristigen Aufenthalt, eine Anstellung oder die russische Staatsbürgerschaft anstreben, obligatorisch werden.
Einige kirgisische Migranten in Russland haben Bedenken geäußert und befürchten negative Auswirkungen dieser neuen Regeln. Einige überlegen sogar, zurück in ihre Heimatländer zu gehen oder in ein anderes Land zu ziehen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese neuen Verhaltensregeln auf die Situation der zentralasiatischen Migranten in Russland auswirken werden.
Die russischen Behörden haben in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Umgang mit Migranten zu regeln. Trotz dieser Bemühungen bleiben viele Zentralasiaten aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeiten darauf angewiesen, in Russland zu arbeiten.



