
Spanisches Parlament lehnt Waffenembargo und Abbruch der Beziehungen zu Israel ab

Im spanischen Parlament wurde heute ein Antrag diskutiert, der unter verschiedenen Überschriften Sanktionen gegen Israel forderte, insbesondere die Verhängung eines Waffenembargos und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen.
Nur die Sumar-Allianz, der Juniorpartner der Koalitionsregierung, und zwei separatistische politische Parteien in Baskenland und Katalonien (EH Bildu und ERC) unterstützten den Vorschlag von Podemos. Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE), der Hauptpartner der linken Minderheitskoalitionsregierung, lehnte den Vorschlag ab und legte stattdessen einen neuen Vorschlag vor.
Der PSOE-Vorschlag beinhaltete die Fortsetzung diplomatischer Bemühungen für einen dauerhaften Waffenstillstand, die Freilassung von Geiseln und eine Zwei-Staaten-Lösung, die vorübergehende Aussetzung von Waffenexporten nach Israel sowie Maßnahmen zur Überwachung von Menschenrechtsverletzungen. Podemos erklärte, dass sie den PSOE-Vorschlag unterstützen würden.
Podemos-Anführer Belarra betonte in seiner Rede, dass Israel unschuldige Zivilisten im Visier hat und Gaza in ein Konzentrationslager verwandelt hat. Er forderte ein Waffenembargo und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Israel.
Die PSOE argumentierte dagegen, dass der Abbruch der diplomatischen Beziehungen keine Lösung sei und betonte die Bedeutung von Diplomatie. Der Junior-Koalitionspartner Sumar bezeichnete Israels Vorgehen als Völkermord und forderte das Ende des Apartheidregimes und einen Waffenstillstand.
Die größte Oppositionspartei, die Volkspartei (PP), kündigte an, nur den Artikel zu unterstützen, der die Förderung von humanitärer Hilfe nach Gaza betrifft. Die rechtsextreme Vox-Partei lehnte den Antrag komplett ab und unterstützte die Angriffe Israels.
Es wird erwartet, dass der PSOE-Vorschlag in den kommenden Tagen im Parlament angenommen wird, wenn Podemos ihn ebenfalls unterstützt.



