
Russischer Präsident kritisiert Prigoschins Vorgehen als ‚Rebellion und Dolchstoß‘

Russlands Präsident Wladimir Putin spricht über Rebellion und Verrat
Bischkek – Am 24. Juni 2023 hat sich der russische Präsident Wladimir Putin an die Bevölkerung gewandt. Er bezeichnete das Vorgehen des Chefs von Wagner PMC, Jewgeni Prigoschin, als Rebellion und rücksichtslosen Versuch.
Putin kommentierte: „Exorbitanter Ehrgeiz führte zum Verrat. Verrat und Verrat.“
Am 23. Juni erhob Jewgeni Prigoschin, Gründer der Wagner Private Military Company (PMC), Anschuldigungen gegen das Verteidigungsministerium und behauptete, dass seine Einheiten angegriffen wurden. Prigoschin sagte zudem, dass 25.000 Menschen daran beteiligt seien. Heute Morgen verkündete er, dass die Wagner PMC die Kontrolle über die militärischen Einrichtungen in der Stadt übernommen habe.
Das Verteidigungsministerium wies diese Behauptungen als „Informationsprovokation“ zurück und bestritt jeglichen Angriff auf die PMC-Stellungen.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat ein Strafverfahren gegen Jewgeni Prigoschin wegen der Organisation eines bewaffneten Aufstands eingeleitet. Ihm drohen 12 bis 20 Jahre Gefängnis.
In mehreren Regionen Russlands wurden Beschränkungen eingeführt. Veranstaltungen in den Regionen Lipezk und Woronesh sowie in Rostow am Don wurden abgesagt. Die Autobahn M-4 an der Grenze zwischen Lipezk und Woronesh ist aufgrund der Bewegung militärischer Ausrüstung blockiert, was zu Staus geführt hat.
Um mögliche Terroranschläge in Moskau und der Region Moskau zu verhindern, wurde ein Anti-Terror-Einsatzregime ausgerufen. Auch in der Region Woronesh wurde ein Anti-Terror-Einsatzregime eingeführt.



