
RSF und Deutsche Welle Akademie bitten 50 Länder, Kloop zu unterstützen

Unterstützung für den unabhängigen Medienkonzern Kloop in Kirgisistan
Reporter ohne Grenzen (RSF) und die Deutsche Welle Akademie (DWA) haben angekündigt, den kirgisischen investigative Medienkonzern Kloop zu unterstützen. Dies geschieht aufgrund der Klage der Staatsanwaltschaft von Bischkek, die die Schließung des Medienunternehmens fordert.
In einer Erklärung forderten die Organisationen 50 Länder auf, das Medienunternehmen zu unterstützen, und haben den Fall des „missbräuchlichen Versuchs, die investigative Website Kloop zu liquidieren“ der Media Freedom Coalition (MFC) vorgelegt. Das Ziel ist es, die fünfzig Mitgliedsstaaten aus sechs Kontinenten zu mobilisieren, um die Schikanen der Justiz anzuprangern, die ein Sinnbild für die Eskalation der Repression gegen die Medien in Kirgisistan sind.
Der kirgisische investigative Medienkonzern Kloop muss am 27. November erneut wegen absurder und missbräuchlicher Anschuldigungen vor Gericht in Bischkek erscheinen. RSF und die DWA verweisen diesen symbolträchtigen Fall dringend an die Media Freedom Coalition (MFC) – eine Koalition von Staaten, die sich für die Verteidigung der Pressefreiheit auf der ganzen Welt einsetzt. Der Website droht nicht nur eine mögliche Schließung, sondern auch die Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung ihrer Mitarbeiter.
„Dieses einflussreiche investigative Medienunternehmen, das für große Enthüllungen über Korruption verantwortlich war, verdient die Aufmerksamkeit und Unterstützung aller Verteidiger der Pressefreiheit auf der ganzen Welt“, betont RSF. Seine Schikanen sind ein Sinnbild für die zunehmende Verfolgung unabhängiger Medien, die vor fast zwei Jahren begann.
Am 28. August wurde berichtet, dass der Staatsanwalt von Bischkek, Emilbek Abdymanapov, vor Gericht eine Klage eingereicht hat, um die öffentliche Stiftung Kloop.Media aufzulösen. In der Klage wird unter anderem behauptet, dass die Veröffentlichungen von Kloop.Media darauf abzielen, staatliche und kommunale Körperschaften zu diskreditieren und Widerstand gegen die gegenwärtige Regierung zu schaffen. Die Staatsanwaltschaft wirft der öffentlichen Stiftung außerdem die Verschleierung großer Geldbeträge vor.
RSF und DWA setzen sich dafür ein, dass die Anklage gegen Kloop fallengelassen wird und die Angriffe auf die Pressefreiheit in Kirgisistan aufhören. Sie hoffen auf eine starke Reaktion des MFC, um Präsident Dschaparow die Bedeutung dieses Themas für Kirgisistan klarzumachen.



