
Risiken für die Finanzstabilität Usbekistans: Geopolitik und Währungsschwankungen

Das usbekische Finanzsystem steht vor erheblichen Risiken, wie eine Umfrage der Zentralbank Usbekistans zeigt. Die externe geopolitische Instabilität wird als größte Sorge betrachtet, wie im Finanzstabilitätsbericht 2024 der Bank dargelegt. Die Umfrage unter 35 Geschäftsbanken im Juni 2024 ergab, dass die sich verschlechternde geopolitische Lage das größte Risiko für das Finanzsystem darstellt, im Gegensatz zur vorherigen Umfrage im Januar 2024, wo Währungsvolatilität an erster Stelle stand. Auch starke Wechselkursschwankungen, steigende Verschuldung der privaten Haushalte, zunehmende Inflation und die Bedrohung von Cyberangriffen wurden als Risiken genannt.
Externe geopolitische Risiken wurden von 45% der Befragten als größte Sorge genannt, gefolgt von Währungsvolatilität (37%), steigender Verschuldung der privaten Haushalte (35%), Inflation (33%) und Cyberangriffen (24%). Der Bericht hebt weitere Risiken hervor, wie Zahlungsausfälle großer Kreditnehmer, Wirtschaftsabschwünge, Liquiditätsengpässe, sinkende Immobilienpreise und Klimawandelrisiken, die die Finanzstabilität Usbekistans gefährden könnten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass systemische Risiken kurz- und mittelfristig eintreten, wird von den Befragten unterschiedlich eingeschätzt. Trotz der Herausforderungen bekunden 60% der Befragten Vertrauen in die Stabilität des Finanzsystems Usbekistans in den nächsten drei Jahren. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zur vorherigen Umfrage dar. Die Finanzaufsichtsbehörden und -institutionen Usbekistans überwachen diese Risiken genau, um sicherzustellen, dass das Finanzsystem des Landes angesichts der globalen Unsicherheiten widerstandsfähig bleibt.






