
Radfahren im Wandel der Zeit: Neue Ausstellung im Verkehrsmuseum

Neue Ausstellung im Ungarischen Museum für Technik und Verkehr präsentiert die Entwicklung des Radfahrens
Ab Freitag ist die temporäre Ausstellung „Der Radwechsel“ im Ungarischen Museum für Technik und Verkehr in der Dieselhalle des Northern Vehicle Repair Plant zu sehen. Laut MTI werden mehr als 100 Fahrräder gezeigt, um die Entwicklung und modernen Stile des Radfahrens zu präsentieren. Nándor Csepreghy, der parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Bau und Verkehr, betonte, dass dem Radverkehr vor 2010 unverdienterweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Heutzutage dienen mehr als 1.000 Kilometer Radwege der Förderung von Gesundheitsbewusstsein, Nachhaltigkeit und der Verbesserung der Lebensbedingungen in den Siedlungen. Die Regierung plant zudem ein neues Zuhause für das Verkehrsmuseum zu schaffen.
Im Dezember 2017 entschied die Regierung den Standort für das neue Verkehrsmuseum. Es wird auf dem Gelände der ehemaligen Northern Vehicle Repair Plant in Kőbánya, Budapest, errichtet. Die Diesellokomotiven-Reparaturhalle der ehemaligen Nördlichen Fahrzeugreparaturwerkstatt wird für den Bau des Verkehrsmuseums genutzt werden. Die Pläne sehen vor, dass das Museumsgebäude auf einem deutlich größeren Gelände als bisher im Stadtpark errichtet wird, um Platz für großräumige Hallen zu schaffen, in denen auch große Fahrzeuge ausgestellt werden können.
Máriusz Révész, Regierungskommissar für das aktive Ungarn im Büro des Ministerpräsidenten, betonte, dass seit 2016 ein Netzwerk von Radwegen geschaffen wurde. Ungarn liegt nach den Niederlanden und Dänemark an dritter Stelle innerhalb der Europäischen Union, was den Anteil des täglichen Radfahrens betrifft. Auch in Budapest wurden seit 2012 fahrradfreundliche Entwicklungen vorangetrieben. Dennoch gibt es im ganzen Land weiterhin eine hohe Nachfrage nach Investitionen in den Radverkehr.
Der Generaldirektor des Museums, Domonkos Schneller, wies auf den starken „Fahrradboom“ in Ungarn im letzten Jahrzehnt hin. Es wurde ein Netzwerk von Radwegen aufgebaut und das öffentliche Fahrradsystem Bubi wurde in Budapest eingeführt. Tausende von Menschen haben mit staatlicher Unterstützung Elektrofahrräder erhalten. Aus diesem Grund hat das Verkehrsmuseum die Ausstellung organisiert, die die Geschichte des Fahrrads von 1817 bis heute abdeckt.
Besucher der Ausstellung können auch die Fahrradrouten in Ungarn kennenlernen und in einen Eisenbahnwaggon mit Fahrrädern einsteigen, der letztes Jahr noch im Einsatz war. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Oktober und wird von thematischen Führungen, Bildungsprogrammen und Aktivitäten begleitet. Am Samstag beteiligt sich das Verkehrsmuseum zudem mit zahlreichen Aktionen an der Nacht der Museen. Es werden nostalgische Straßenbahnfahrten angeboten und Besucher können mit einer speziellen F1A-Straßenbahn zur Nördlichen Fahrzeugreparaturstation fahren.
Die Ausstellung im Ungarischen Museum für Technik und Verkehr ist eine einzigartige Möglichkeit, die Geschichte des Fahrrads zu erkunden und die Bedeutung des Radverkehrs in Ungarn zu würdigen.






