
Polen kann wieder von eingefrorenen EU-Fonds profitieren

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der belgische Ministerpräsident Alexander de Croo trafen sich mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Warschau, der Hauptstadt Polens.
Nach dem Treffen erklärte von der Leyen gegenüber der Presse, dass zwei Entscheidungen bezüglich Polens auf der nächsten Woche stattfindenden Sitzung der EU-Kommissionsmitglieder getroffen werden, und insgesamt 137 Milliarden Euro aus den Fonds „Harmonisierung“ und „Next Generation EU“ freigegeben werden sollen.
Von der Leyen äußerte sich zufrieden über das Engagement der Regierung Tusk, die Rechtsstaatlichkeit in Polen wiederherzustellen.
Die EU hatte die polnische Regierung beschuldigt, im Rahmen der Justizreform im Jahr 2019 einen Disziplinarismus für Richter eingeführt zu haben, der die Richter beeinflusst und die Unabhängigkeit der Justiz beeinträchtigt. Die EU-Kommission reichte Klage gegen Polen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union ein, und am 5. Juni 2023 entschied das Gericht, dass dieses Land gegen EU-Recht verstoßen hatte.
Daraufhin leitete die Kommission am 8. Juni 2023 das „Verfahren wegen Verstoßes“ ein, das dazu führen könnte, dass Polen seine Stimmrechte im EU-Rat verliert, und sperrte die Gelder, die es aus dem EU-Haushalt erhalten würde.
Die Spannungen zwischen Warschau und Brüssel nahmen ab, als der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kurz nach Amtsantritt im Dezember 2023 seinen Willen zur Verbesserung der Beziehungen zur EU zeigte. Am 20. Februar legte Polen seinen Aktionsplan vor, der Schritte enthielt, die es verpflichtet war, die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen.



