
Parlamentarier fordern Israel auf, alle Grenztore zu öffnen

Das Europäische Parlament fordert Israel auf, die humanitäre Situation in Gaza zu verbessern
In einem Aufruf, der von der Generalversammlung des Europäischen Parlaments (EP) mit 372 Ja-Stimmen, 44 Nein-Stimmen und 120 Enthaltungen angenommen wurde, äußerten die Abgeordneten ihre tiefe Besorgnis über die katastrophale humanitäre Lage in Gaza, einschließlich der drohenden Hungersnot.
Die Abgeordneten forderten Israel auf, alle Grenztore zu öffnen und den Durchgang von Konvois zu erleichtern, damit humanitäre Hilfe den Gazastreifen erreichen kann. Sie betonten die dringende Notwendigkeit eines sicheren und ungehinderten Zugangs für humanitäre Hilfe in der Region.
Ein sofortiger und dauerhafter Waffenstillstand sowie die bedingungslose Freilassung von Gefangenen wurden ebenfalls gefordert, um das Risiko einer Massenhungerkatastrophe in Gaza zu beseitigen.
Die Abgeordneten betonten, dass der Landtransport Vorrang haben sollte, obwohl sie den Seekorridor für humanitäre Hilfe nach Gaza begrüßten. Sie wiesen darauf hin, dass Krankheiten in der Region verbreitet sind, Kinder an Unterernährung und Durst sterben und forderten die Öffnung der Grenztore Rafah, Kerem Abu Salim (Şalom), Karni und Erez durch die israelischen Behörden.
Die wichtige Rolle des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) in der Region wurde von den Abgeordneten hervorgehoben.
Angriffe auf humanitäre Hilfskonvois, Zivilisten, die Hilfe suchen, sowie auf humanitäre und medizinische Mitarbeiter wurden verurteilt. Auch israelische Angriffe auf Palästinenser im besetzten Westjordanland und die zunehmende Gewalt extremistischer illegaler jüdischer Siedler wurden scharf verurteilt.
Es wurde erklärt, dass die Abgeordneten bedauern, dass Zivilisten in Gaza, insbesondere Kinder, von Angriffen betroffen sind, und fordern alle Parteien auf, diese sofort zu stoppen und eine unabhängige internationale Untersuchung durchzuführen.



