
Oppositionsführer Italiens fordert Ende der Rüstungshilfe für Israel

Giuseppe Conte, der Vorsitzende der linkspopulistischen Oppositionspartei 5-Sterne-Bewegung (M5S) und ehemaliger Premierminister Giuseppe Conte, hat bei der gestrigen „Fragen“-Sitzung an den stellvertretenden Premierminister und Außenminister Antonio Tajani im Repräsentantenhaus gegen die Haltung der italienischen Regierung zu Israel und dem Palästinenserkonflikt kritisiert.
Conte, der Vorsitzende der M5S, der nach parlamentarischen Berechnungen zweitgrößten Oppositionspartei, forderte ein sofortiges Einstellen von Waffenlieferungen an Israel. Er kritisierte auch die Enthaltung der rechten Koalitionsregierung unter Giorgia Meloni bei der Abstimmung über einen Resolutionsentwurf für einen sofortigen humanitären Waffenstillstand in Gaza, der am 27. Oktober bei den Vereinten Nationen angenommen wurde.
In der „Fragen“-Sitzung reagierte der stellvertretende Premierminister und Außenminister Antonio Tajani auf Contes Worte und betonte, dass es in der Regierungsbank keine Feiglinge gebe. Tajani forderte Conte auf, eine angemessenere Sprache zu verwenden.
Die aktuelle Situation bei der israelischen Besetzung des Gazastreifens verschlechterte sich weiter, als die Hamas am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff startete und die israelische Armee schwere Luftangriffe gegen den Gazastreifen begann.
Es wurde berichtet, dass bei den Anschlägen in Israel am 7. Oktober 1.200 Israelis ums Leben kamen und 5.132 Menschen verletzt wurden. Bei Zusammenstößen im Gazastreifen wurden 51 israelische Soldaten getötet. Die Angriffe verursachten auch zahlreiche Tote und Verletzte auf palästinensischer Seite.
Die israelische Armee griff zudem Campusgelände und Hauptgebäude von Dutzenden Krankenhäusern in Gaza an, wo Verletzte und Zivilisten Zuflucht suchten. Hunderte Menschen starben und wurden bei den Angriffen verletzt.
Seit dem 7. Oktober sind bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler im Westjordanland und in Jerusalem 197 Palästinenser ums Leben gekommen. Es kam auch zu Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah an der Grenze, bei denen Mitglieder beider Seiten ums Leben kamen. Die Situation im Nahen Osten bleibt äußerst angespannt.
Die italienische Regierung ist weiterhin in Bezug auf Israel und den Palästinenserkonflikt gespalten. Die Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand und dem Stopp von Waffenlieferungen an Israel sorgen für Diskussionen im Parlament und spiegeln die Uneinigkeit innerhalb der italienischen Politik wider.



