
Özersay: „Säkularismus – Modernität und Gewährleistung von Freiheiten“

Der Vorsitzende der Volkspartei (HP), Kudret Özersay, hat auf die Charakterisierung der säkularen Praktiken in der TRNZ durch den Diyanet-Sen-Präsidenten als Unterdrückung reagiert. Er betonte, dass Säkularismus keine Unterdrückung sei, sondern Zivilisation und die Garantie aller Freiheiten, insbesondere der Religions- und Gewissensfreiheit.
Özersay erklärte, dass jeder das Recht habe, seinen Kindern ihre Religion, ihren Glauben und ihre Anbetung beizubringen. Dies könne jedoch nur mit der Genehmigung und Aufsicht des Bildungsministeriums erfolgen, was auch in der Verfassung garantiert sei. Gleichzeitig könne niemand das Recht haben, die Sensibilität des türkisch-zypriotischen Volkes gegenüber dem Säkularismus als irreligiös darzustellen.
Özersay wendet sich in seiner Erklärung auch an das TRNZ-Ministerium für nationale Bildung und fordert, dass die Kriterien für den Religionsunterricht der Öffentlichkeit mitgeteilt werden sollten. Er fragt, ob die Genehmigungen für diese Kurse gemäß dem zwischen dem Bildungsministerium und dem Ministerium für religiöse Angelegenheiten unterzeichneten Protokoll unter Berücksichtigung des Alters der Kinder und anderer relevanter Bedingungen erteilt würden.
Özersay betont außerdem, dass die vorherige Entscheidung der TRNC-Gerichte falsch interpretiert wurde und versucht werde, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu vergiften. Er erklärt, dass die Verfassung nicht den Religionsunterricht selbst schütze, sondern das Recht der Menschen, die Religion zu erlernen, sowie die Religions- und Gewissensfreiheit. Da es sich um eine pädagogische Tätigkeit handele, sollte das Bildungsministerium diese Kurse überprüfen und nur Personen mit entsprechender Qualifikation die Erlaubnis dafür erteilen.
Es bleibt abzuwarten, wie das Bildungsministerium auf diese Forderungen von Kudret Özersay reagieren und die Öffentlichkeit informieren wird.






