
Norwegischer Flüchtlingsrat: Abwasserabgabe aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland stellt eine Bedrohung für die Umwelt dar

Ein Bericht über die Umweltauswirkungen der Abwassereinleitung aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland wurde auf der Website des in Norwegen ansässigen NRC veröffentlicht.
Die illegale Einleitung von unbehandeltem oder unzureichend behandeltem Abwasser durch jüdische Siedlungen im Westjordanland ist eine ernste und wachsende Bedrohung für die Umwelt, warnte der Bericht.
Es wurde in dem Bericht festgestellt, dass diese Situation tiefe Auswirkungen auf die Menschenrechte der Palästinenser hat und die durchgeführte Studie die Art und den Umfang dieser Bedrohung aufdeckte.
Wasserproben aus landwirtschaftlichen Gebieten um Industriezonen im Westjordanland enthielten hohe Konzentrationen an organischen Partikeln, die auf erhebliche Verschmutzung durch Abwässer oder Tierabfälle hinweisen, so der Bericht.
Der Bericht stellte fest, dass hohe Nitratwerte, die das Potenzial haben, Grundwasserverschmutzung in Wassersystemen zu verursachen, beobachtet wurden, und es wurde gewarnt, dass Spuren von Schwermetallen wie Kupfer, Chrom und Nickel in Bodenproben gefunden wurden und dass diese Situation auf die Freisetzung von Industrieabfällen durch Abwassereinleitung hindeutet.
„Abwassereinleitung dient dazu, die Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben“
Der Bericht wies auch auf hohe Natriumwerte im Boden hin, die das Wachstum von Pflanzen erheblich hemmen können, und dass eine solche Verseuchung ernsthafte Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktivität, die öffentliche Gesundheit und die Artenvielfalt haben kann.
Der Bericht stellt fest, dass die Abwassereinleitung nicht nur eine Umwelt- und Wirtschaftsbedrohung darstellt, sondern auch zur „fortgesetzten Annexion von Westjordanlandgebieten durch Israel und zur zwangsweisen Umsiedlung von Palästinensern“ beiträgt. „Es sollte ein vorrangiges Thema für uns sein.“ Die Aussage wurde so inkludiert.
Der Bericht forderte Staaten und internationale Organisationen auf, dringende und bedeutungsvolle Bemühungen über Verurteilungen hinaus zu unternehmen, um sicherzustellen, dass Israel seine illegalen Siedlungsprojekte stoppt.