
Nordkorea beschuldigt die USA, „Nordostasien in einen Atomkrieg zu treiben“

Kim Jong Un verteidigt Nordkoreas Raketenstart bei der UN-Sicherheitsratssitzung
Kim Jong Un hat auf der Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNSC) gesprochen, die nach dem Abschuss einer ballistischen Rakete durch Nordkorea am 12. Juli einberufen wurde.
Kim verteidigte Nordkoreas Raketentest und erklärte, dass diese Tests das Recht auf Selbstverteidigung seines Landes seien.
Er betonte, dass die Stationierung des größten U-Boots der Welt, des atomgetriebenen Lenkwaffen-U-Boots der „Ohio-Klasse“ USS Michigan, in Südkorea am 16. Juni die regionalen Spannungen verschärft habe und beschuldigte die USA, die nordostasiatische Region in einen Atomkrieg zu drängen.
Kim stellte fest, dass der Test „keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit des Nachbarlandes“ hatte und erinnerte daran, dass die Rakete außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans eingeschlagen sei.
Auch Chinas Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Zhang Jun, kritisierte den wachsenden militärischen Druck der USA auf Nordkorea und dessen strategischen Waffeneinsatz auf der koreanischen Halbinsel.
Zhang argumentierte, dass die Sanktionen der USA und anderer Länder gegen Nordkorea das Land unter „existenziellen Druck“ setzen und dass die berechtigten Bedenken des Landes „nie angesprochen“ wurden.
Er stellte fest, dass die Spannungen in der Region durch Dialog und Verhandlungen verringert werden können, und forderte die USA und Nordkorea auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
Südkoreas Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Hwang Joon-kook, wandte sich gegen Kims Aussagen: „Wie können Raketenstartversuche die Sicherheit der Nachbarländer nicht gefährden?“
Hwang verurteilte Nordkoreas Start einer ballistischen Rakete scharf und wies darauf hin, dass dies der 20. Startversuch Nordkoreas sei.
Nach dem Abschuss einer „ballistischen Langstreckenrakete“ in Richtung des Japanischen Meeres fand gestern eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen statt.
In der nach dem Treffen abgegebenen Erklärung wurde betont, dass die Provokationen Nordkoreas nicht verschwiegen werden könnten und dass diese Verhaltensweisen „rechtswidrig, destabilisierend und nicht normalisierbar“ seien.
China und Russland lehnten die Ratsbeschlüsse ab.



