
Migrantenboot vor der Küste Italiens gesunken: 1 Toter, mindestens 8 Menschen vermisst – Eilmeldung Weltnews

Lampedusa, die nächstgelegene italienische Insel zu Nordafrika, bleibt weiterhin ein Ziel für irreguläre Migrationsströme und tritt gelegentlich mit Vorfällen von gekenterten Migrantenbooten um die Insel in den Vordergrund.
Laut den Nachrichtenagentur ANSA, sank gestern gegen 14:00 Uhr ein Migrantenboot, das von der Stadt Sfakes in Tunesien abgefahren war, vor der Küste von Lampedusa und einige der Migranten an Bord schwammen und erreichten die Felsen.
Den Berichten zufolge griffen die italienischen Sicherheitskräfte in den Vorfall ein und retteten 43 Personen, und Fischereiboote in der Region retteten 2 Immigranten. Ein 2-jähriges Kind, das unter den geretteten 43 Menschen war, starb kurz nach seiner Rettung.
In den Nachrichten hieß es, dass das Boot möglicherweise mit 53 Personen abgefahren war und dass mindestens 8 Personen, darunter Kinder, vermisst wurden.
In der Zwischenzeit kamen nach Angaben des italienischen Innenministeriums zwischen dem 1. Januar und dem 20. November insgesamt 149.751 irreguläre Einwanderer auf dem Seeweg in das Land. Lampedusa ist in der Regel der erste Ort, an dem irreguläre Einwanderer in Italien ankommen.
DAS PROBLEM DER IRREGULÄREN MIGRATION IM ZENTRALEN MITTELMEER
Im Bereich der irregulären Migration nach Europa ist die zentrale Mittelmeerroute in den letzten Jahren eine der Routen, die eine intensive Mobilität erlebt.
Auf dieser Route werden irreguläre Migranten, die auf See um Hilfe rufen, in der Regel von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Freiwilligen europäischer Herkunft gerettet, anstatt von Vertretern der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Diese NGOs haben manchmal Schwierigkeiten, die geretteten irregulären Migranten zu evakuieren, weil die EU-Mitgliedstaaten keinen „sicheren Hafen“ zur Verfügung stellen.
In Europa landen die meisten Einwanderer, die das Mittelmeer auf eigene Faust überqueren oder gerettet werden, in der Regel auf der Insel Lampedusa, der nächstgelegenen Landmasse Italiens zu Nordafrika.
In jedem Jahr verlieren viele irreguläre Migranten bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, ihr Leben, weil ihre Boote kentern oder aufgrund von Überfüllung auf den Booten ohne Wasser oder Luft zurückgelassen werden.



