
Methan zählt: Priorisierung der Methanreduzierung in der Klimaagenda Kasachstans

Cheikhrouhou betont die Bedeutung der Methanreduzierung in Kasachstan
Im Rahmen ihres offiziellen Besuchs in Kasachstan diskutierte Hela Cheikhrouhou, Vizepräsidentin der Internationalen Finanzkorporation (IFC) für den Nahen Osten, Zentralasien, die Türkei, Afghanistan und Pakistan, über das wichtige Thema der Methanreduzierung. Methan, ein starkes Treibhausgas, das für rund 30 % des globalen Temperaturanstiegs verantwortlich ist, wird oft vernachlässigt, obwohl es eine 80-fache Erwärmungswirkung im Vergleich zu Kohlendioxid hat.
Die Öl- und Gasindustrie trägt über 60 % der Methanemissionen weltweit bei, und es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Emissionen zu reduzieren. Kasachstan, als eines der Länder mit den höchsten Methanemissionen pro Kopf, hat bereits Schritte unternommen, um die Methan-Abfackelungsemissionen zu reduzieren. Nun steht die Reduzierung der Methanentlüftungsemissionen im Fokus.
Durch den formellen Beitritt zum Global Methane Pledge hat Kasachstan seine Entschlossenheit gezeigt, bis 2060 CO2-Neutralität zu erreichen. Eine Reduzierung der Methanemissionen um 30 % bis 2030 ist ein ehrgeiziges Ziel, das jedoch erreichbar ist. Es wird geschätzt, dass mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar benötigt werden, um dieses Ziel zu erreichen, und es ist wichtig, Finanzmittel aus verschiedenen Quellen zu erschließen.
Die IFC hat vorgeschlagene Technologielösungen für ein Methanmessprogramm identifiziert und ist bereit, mit der Regierung und dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um Investitionen zur Reduzierung der Methanemissionen zu mobilisieren. Mit kontinuierlichen Anstrengungen und innovativen Lösungen kann Kasachstan zum Vorreiter bei der Methanreduzierung werden und einen Weg zu einer grüneren und nachhaltigeren Zukunft für die gesamte Region ebnen.





