
Masernausbruch in Kirgisistan: Engagement der Imame in Präventionsmaßnahmen

Schulungssitzungen zur Masernprävention und Routinesimmunisierung in Kirgisistan
In den Distrikten Suzak, Toktogul, Aky und Ala-Buka in der Region Suzak, Toktogul, Aky und Ala-Buka wurden Schulungssitzungen zur Masernprävention und Routinesimmunisierung abgehalten. Das republikanische Zentrum für Gesundheitsförderung und Massenkommunikation berichtete.
Die Schulungen wurden für Imame und religiöse Führer organisiert, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung zu schärfen und ihre Rolle bei der Information der Bevölkerung zu stärken.
Die Teilnehmer erhielten wissenschaftlich fundierte Informationen über Masern, ihre Komplikationen und die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Immunisierung. Religiöse Aspekte der Impfung und wirksame Wege, um Anbetern zuverlässige Informationen zu vermitteln, wurden ebenfalls diskutiert.
„Imamen spielen in lokalen Gemeinschaften eine entscheidende Rolle, und ihre Unterstützung kann das öffentliche Vertrauen in die Impfung erheblich beeinflussen. Diese Schulungen helfen religiösen Führungskräften, sich für einen gesunden Lebensstil in ihren Gemeinden zu befürworten“, bemerkten die Organisatoren.
Laut Aizharkyn Egemberdieva, Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten im Republikanischen Zentrum für Gesundheitsförderung und Massenkommunikation, werden in der Region Jalal-Abad rund 1.000 Menschen erreicht. Ähnliche Schulungen wurden bereits für etwa 500 Imame in der Region Batken abgehalten.
„Es gibt Pläne, Schulungen in den Regionen Talas, Issyk-Kul und Naryn zu organisieren. Workshops fanden in Chui Region und Bishkek statt, aber das ist vielleicht nicht genug. Deshalb planen wir, zusätzliche Treffen abzuhalten“, sagte sie.
Die Masernsituation im Land bleibt angespannt. Im Jahr 2024 wurden in Kirgisistan 14.400 Masernfälle verzeichnet, und seit Anfang 2025 wurden mehr als 2.000 Fälle gemeldet. Die höchsten Inzidenzraten werden in der Region Bishkek und Chui beobachtet.
Im Jahr 2024 wurden im Land fünf Todesfälle durch Masern registriert, wobei zwei weitere seit Beginn 2025 gemeldet wurden.
Der Hauptgrund für den Anstieg in Fällen ist die hohe Anzahl von Ablehnungen der routinemäßigen Impfung gegen Masern und Röteln bei Kindern, auch aus religiösen Gründen.



