
Masern-Epidemie: Über 6.000 Fälle gemeldet –

Masernausbruch in Kirgisistan: über 6.000 registrierte Fälle
Bischkek – Die Direktorin des Republikanischen Zentrums für Immunprophylaxe, Gulbara Ishenapysova, gab bekannt, dass seit Jahresbeginn mindestens 6.081 Masernfälle in Kirgisistan registriert wurden. Der Ausbruch begann im Jahr 2023 mit 7.046 registrierten Fällen.
Ishenapysova wies darauf hin, dass aufgrund der saisonalen Schwankungen die Fälle in der Herbst-Winter-Periode zunehmen. Daher begann das Jahr bereits unter Spannung.
Um den Ausbruch einzudämmen, wurden gemäß den Vorschriften des Ministerkabinetts verstärkte Maßnahmen ergriffen. Eine zusätzliche Impfkampagne wurde gestartet und der Impfkalender wurde angepasst – das Alter für die zweite Impfung wurde von 6 Jahren auf 2 Jahre gesenkt. Zusammenarbeit mit der Geistlichen Leitung der Muslime Kirgisistans ist ebenfalls wichtig, da 48 Prozent der Impfverweigerer religiöse Gründe angeben.
Ishenapysova betonte, dass es keine spezifische Behandlung für Masern gibt und die Krankheit das Immunsystem schwächt. Kinder, die die Krankheit überstanden haben, haben oft ein geschwächtes Immunsystem und sind anfällig für Infektionen. Es dauert etwa ein Jahr, bis sich das Immunsystem erholt hat.
Die Gesundheitsbehörden in Kirgisistan setzen sich weiterhin aktiv gegen den Masernausbruch ein und empfehlen dringend, dass alle Kinder gegen Masern geimpft werden, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.



