
„Last-Minute-Umfrage: Erdogan äußert sich live“

Erdoğan informiert über Wahlen und nationale Angelegenheiten
In einer Sendung in der Çankaya-Villa beantwortete Präsident Recep Tayyip Erdoğan Fragen von Journalisten zur aktuellen Lage in der Türkei und internationalen Themen. Auf die Frage nach seinem Gesundheitszustand antwortete Erdoğan, dass es ihm gut gehe und dass er sein Ankara-Programm ohne Unterbrechung fortsetze. Bezüglich der Wahlen erklärte der Präsident, dass es 3,3 Millionen im Ausland lebende türkische Wähler gebe und insgesamt 4.469 Wahlurnen im Ausland aufgestellt würden. Der Abstimmungsprozess habe am 27. April begonnen und gehe bis zum 14. Mai weiter. Erdoğan betonte, dass die Türkei schnell gehandelt habe, um das Wahlrecht der im Ausland lebenden Bürger abzuschaffen und ihnen die Möglichkeit zu geben, an den Wahlen teilzunehmen.
Erdoğan sagte, dass die Wahlbeteiligung im Laufe der Jahre gestiegen sei und dass er glaube, dass bei den bevorstehenden Wahlen am 14. Mai ein neuer Rekord aufgestellt werde. Die Regierung habe viele Maßnahmen ergriffen, um das Leben der türkischen Bürger im Ausland zu erleichtern, wie zum Beispiel die Halbierung der Passgebühren und die Erhöhung der Dauer, in der sie ihre Autos in der Türkei nutzen können, auf zwei Jahre.
Erdoğan äußerte seine Zufriedenheit darüber, dass die Wunden des Erdbebens in der Türkei geheilt seien. In dieser schwierigen Zeit hätten Bürger aus aller Welt geholfen und er bedanke sich dafür. Der Präsident zeigte sich besorgt über rassistische Angriffe auf Muslime in Europa und erklärte, dass Islamophobie und Diskriminierung in Deutschland wie ein Krebs wüchsen. Er kritisierte die mangelnde Unterstützung Deutschlands in Bezug auf den NSU-Vorfall, bei dem 8 türkische Bürger ums Leben kamen.
Erdoğan betonte auch das Engagement der Türkei im Kampf gegen den Terrorismus und sagte, dass die Türkei die PKK/PYD erfolgreich bekämpft habe. Der Präsident erklärte, dass das türkische Geheimdienst MIT den Anführer von DEASH in Syrien, Abu Hussein al-Qurayshi, neutralisiert habe. Er betonte, dass die Türkei im internationalen Geheimdienstbereich eine starke Rolle spiele und dass die positive Atmosphäre zwischen der Türkei und anderen Ländern, wie Russland und der Ukraine, weiterhin bestehe.
Erdoğan kritisierte auch die Opposition und warf ihr vor, Lügen zu verbreiten. Er forderte seine Wähler auf, ihre Macht zu nutzen und betonte, dass die Opposition die Errungenschaften der Regierung nicht anerkennen würde. Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass die Türkei nach den Wahlen am 14. Mai erneut einen positiven Rekord aufstellen werde.



