
Kirgisistan plant Wiederaufnahme des Uranabbaus und Bau russischen Kernkraftwerks

Kirgisistans Entscheidung, den Uranabbau im Jahr 2019 zu verbieten, war ein wichtiger Sieg für die Umwelt und die Zivilgesellschaft des Landes. Doch nun stehen die kirgisischen Beamten vor der Frage, ob das Verbot aufgehoben werden soll, um die staatliche Produktion in der Rohstoffindustrie zu fördern. Der Präsident Sadyr Japarov setzt sich seit langem für eine staatlich gesteuerte Produktion ein und plant nun die Erschließung von Uranvorkommen im Land. Gleichzeitig scheint auch die Idee eines Atomkraftwerks in Kirgisistan immer realistischer zu werden, wobei das russische Unternehmen Rosatom eine Rolle spielt.
Die Diskussion über die Aufhebung des Uranverbots endet in Kürze, und es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf zur Prüfung vorgelegt wird. Trotz Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen und Gesundheitsrisiken sind die kirgisischen Beamten entschlossen, Uran als potenzielle Einnahmequelle zu nutzen. Neben dem Uranabbau wird auch über den Bau eines Atomkraftwerks im Land diskutiert, um das steigende Stromdefizit zu decken.
Die Geschichte Kirgisistans als Endstation der Atomindustrie der Sowjetunion wirft jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Umweltauswirkungen auf. Trotz Bemühungen zur Dekontaminierung gibt es immer noch große Risiken im Zusammenhang mit Uranabbau und radioaktiven Abfällen im Land.
Die Entscheidung über die Zukunft der Uranproduktion und den Bau eines Atomkraftwerks in Kirgisistan ist von großer Bedeutung für die Bevölkerung und die Umwelt des Landes. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion entwickelt und welche Maßnahmen die Regierung ergreifen wird, um die potenziellen Risiken und Auswirkungen zu minimieren.



