Kirgisisch

Kirgisistan auf Platz 120 im RSF-Pressefreiheitsindex 2024

Kirgisistan verbessert sich im World Press Freedom Index 2024

Kirgisistan hat den 120. Platz im World Press Freedom Index 2024 erreicht, der von der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr belegte die Republik den 122. Platz.

Laut den Autoren des Index war das Land trotz einer instabilen Wirtschaft und weit verbreiteter offizieller Korruption eine Ausnahme in Zentralasien, was Meinungs- und Pressefreiheit betrifft. Allerdings nimmt der Druck auf die Medien im Land zu.

„Die Regierung kontrolliert weiterhin alle traditionellen Medien und versucht, ihren Einfluss auf private Medien auszudehnen.“ Es gibt zwar einen gewissen Pluralismus, der sich in der Beliebtheit von Nachrichtenseiten wie 24.kg, Kaktus.media und Kloop.kg sowie im Wachstum des investigativen Journalismus und Datenjournalismus zeigt. Aber diese Verkaufsstellen werden schikaniert und ihre Situation hat sich in letzter Zeit kritisch verschlechtert. Radio und Fernsehen sind nach wie vor die wichtigsten Nachrichtenquellen für die Mehrheit der Bevölkerung“, betont die Organisation.

Die Autoren des Index stellen fest, dass die Situation der Medienfreiheit weltweit weiterhin rapide schlechter wird – die Angriffe auf Journalisten nehmen zu, ebenso wie die Länder, in denen die Arbeitsbedingungen für Medienschaffende als „katastrophal“ beschrieben werden.

„Die Pressefreiheit wird von genau den Menschen bedroht, die eigentlich ihre Garanten sein sollen – den politischen Autoritäten.“ Der politische Indikator ist im Index 2024 am stärksten um 7,6 Punkte gesunken“, so die Autoren des Rankings.

Norwegen führt die Rangliste der Pressefreiheit zum achten Mal in Folge an. Danach folgen Dänemark, Schweden, die Niederlande, Finnland und Estland.

Russland belegt den 162. Platz, Weißrussland den 167. Platz, Usbekistan den 148. Platz, Tadschikistan den 155. Platz, Kasachstan den 142. Platz und Turkmenistan den 175. Platz. Die letzten fünf Plätze – von 176 bis 180 – werden von Iran, Nordkorea, Afghanistan, Syrien und Eritrea belegt. In den letzten drei Ländern ist der politische Indikator stark gesunken, was auf die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und die hohe Zahl inhaftierter, vermisster oder als Geiseln genommener Journalisten in Syrien und Eritrea zurückzuführen ist.

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