
Kasachstans jüngster Rektor: Ein Wegweiser in der Bildungsführung

Laura Karabassova: Die jüngste Rektorin Kasachstans und ihre Vision für die Aktobe Regional University
ASTANA – Mit nur 38 Jahren hat Laura Karabassova erfolgreich die Geschlechter- und Altersbarrieren durchbrochen, um die Aktobe Regional University zu leiten. Sie wurde als jüngste Rektorin des Landes bekannt und bringt nicht nur frische Perspektiven in die Hochschulbildung, sondern auch eine innovative Führungsperspektive, die den Bedürfnissen heutiger Studierender gerecht wird. In einem Interview mit den Astana Times teilte Karabassova ihre Ansichten über die Leitung einer Universität und die Herausforderungen, die dabei auf sie zukamen.
„Als Rektorin war es eine der transformativsten Erfahrungen meines Lebens. Es lehrte mich, dass es nicht ausreicht, einen formellen Titel zu tragen, um bedeutende Veränderungen herbeizuführen“, sagte Karabassova, die das Amt seit 2021 innehat. Für sie ist wahre Führung, „Vertrauen, Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, sich mit anderen zu verbinden, um als Führungskraft anerkannt zu werden“.
Die Aktobe Regional University – Eine Institution im Wandel
Die Aktobe Regional University, die 1935 gegründet wurde und mehr als 14.000 Studierende in Bachelor-, Master- und Doktorandenprogrammen ausbildet, wurde nach dem renommierten kasachischen Wissenschaftler Kudaibergen Zhubanov benannt. Karabassova, selbst Absolventin dieser Universität, sieht es als Privileg, ihrer Alma Mater als Rektorin zu dienen. „Es ist eine Ehre, meiner Heimat und meinem Land durch qualitativ hochwertige Bildung etwas zurückzugeben“, erklärte sie.
Schlüsseländerungen und Visionen
Karabassova und ihr Team haben sich das Ziel gesetzt, die Universität in eine „weltweit verbundene und forschungsintensive Institution mit einer soliden akademischen Basis“ zu transformieren. Um dies zu erreichen, konzentrieren sie sich auf die Verbesserung der Lehr- und Lernergebnisse, die Internationalisierung und den Aufbau eines integrativen und unterstützenden Umfelds für Studierende.
„Wir haben einige unserer Programme auf Englisch umgestellt, um internationale Studierende anzuziehen. Im vergangenen Jahr haben wir Studierende aus verschiedenen Ländern wie Indien, Pakistan, Ghana und China begrüßt. Diese Vielfalt bereichert unser Lernumfeld“, fügte Karabassova hinzu.
Herausforderungen und Führungsansätze
Karabassova sprach offen über die Herausforderungen, die sie während ihrer Amtszeit bewältigen musste, insbesondere die Überarbeitung der akademischen Richtlinien und Praktiken an der Universität. „Die Umsetzung solcher Reformen erforderte viel Engagement, um Widerstände zu managen und verschiedene Interessengruppen auszurichten. Veränderungen in der akademischen Kultur sind oft unsichtbar und erfordern Geduld“, erläuterte sie.
Ein zentrales Ziel von Karabassova ist die Schaffung eines nachhaltigen Systems zur Kapazitätsentwicklung, um talentierte Fachkräfte in die Region zu bringen. „Führung bedeutet, einen Dienst zu leisten und andere zu ermächtigen. Es sind die kleinen Schritte, die einen Unterschied machen“, bemerkte sie.
Partnerschaft mit der Heriot-Watt University
Ein weiterer großer Schritt in der Entwicklung der Aktobe Regional University ist die Partnerschaft mit der Heriot-Watt University aus Großbritannien. Diese Initiative zielt darauf ab, einen gemeinsamen Campus zu etablieren, um akademische Standards zu heben und internationale Perspektiven zu integrieren.
„Wir sind im dritten Jahr unserer Zusammenarbeit mit der Heriot-Watt University. Diese Partnerschaft hat uns geholfen, unsere akademischen Prozesse zu optimieren und innovative Ideen auszutauschen“, erklärte Karabassova.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Karabassova ist überzeugt, dass die Aktobe Regional University über die traditionellen Grenzen einer regionalen Institution hinausgewachsen ist und nun in der Lage ist, nationale Herausforderungen und Prioritäten zu adressieren. Ihr Ziel ist es, eine Bildung zu bieten, die nicht nur akademische Freiheit fördert, sondern auch praktische Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.
„Die Herausforderung, Probleme zu lösen und Bildung zu transformieren, inspiriert mich jeden Tag. Wir stehen vor einer aufregenden Reise der kontinuierlichen Verbesserung und des Wachstums“, schloss sie.
Laura Karabassova ist ein inspirierendes Beispiel für die neue Generation von Führungskräften in der Hochschulbildung, die bereit sind, alte Normen herauszufordern und neue Wege zu gehen.





