
Kasachstan setzt sich für verbesserte Erdbebensicherheit ein.

ASTANA – Der kasachische Premierminister Olzhas Bektenov hat am 5. Juli einen umfassenden Entwicklungsplan für die seismologische Industrie für den Zeitraum 2024-2028 unterzeichnet.
Laut dem Pressedienst des Premierministers sieht das Dokument die Umsetzung einer breiten Palette von Maßnahmen zur Stärkung der seismologischen Sicherheit des Landes vor.
Das Land plant, 15 seismische Zonenkarten zu entwickeln, mit denen 70% der Erdbebenquellen in erdbebengefährdeten Regionen vorhergesagt werden können. Diese Karten werden auch die Grundlage für die Zertifizierung von Gebäuden und Bauwerken in diesen Gebieten und die Entwicklung neuer Baustandards bilden.
„Die Zertifizierung wird es ermöglichen, die anfälligsten Baustandorte zu identifizieren und die Bemühungen zur Verringerung des seismischen Risikos des Betriebs zu priorisieren. Beispiele hierfür sind seismische Verstärkung, Schutz oder Entfernung wertvoller Ausrüstung, Zweckänderung und andere“, heißt es in der Erklärung.
Darüber hinaus ist die Installation von 285 seismischen Stationen sowie die Reparatur und Ausstattung der bestehenden 70 Stationen geplant, um eine qualitativ hochwertige Vorhersage seismischer Gefahren in der Region Almaty und anderen gefährdeten Gebieten des Landes zu erstellen.
Dem Dokument zufolge wird das Land die Kontrolle über den Bau und Betrieb von Gebäuden verstärken, die Überwachungsmethoden verbessern und Seismologie-Spezialisten mit moderner Ausrüstung und technischen Mitteln ausstatten.
Durch die Umsetzung des umfassenden Plans beabsichtigt die Landesverwaltung, den Schutz der Bürger, Gebäude und Infrastruktur in erdbebengefährdeten Gebieten im ganzen Land zu verbessern.
Die Erdbebensicherheit des Landes hat für die Regierung höchste Priorität, da etwa 40% der Fläche Kasachstans von Erdbebenzonen betroffen sind.





