
Kasachstan schlägt zollfreie Handelszone an usbekischer Grenze vor.

Der Gouverneur der Region Mangistau, Nurdaulet Kilibai, hat die Einrichtung einer zollfreien Sonderhandelszone an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan vorgeschlagen. Das Ziel der Initiative ist es, das Volumen des bilateralen Handels zwischen den beiden Nachbarländern zu vervierfachen.
Der Vorschlag wurde während des interregionalen Regierungsforums Kasachstan-Usbekistan am 22. Oktober in Samarkand gemacht. Kilibai präsentierte eine Reihe von Initiativen zur Stärkung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Region Mangistau und Usbekistan. Der Bau einer neuen Straße zwischen Mangistau und Usbekistan ist bereits im Gange, um den Handel zwischen den beiden Regionen zu erleichtern.
Die Straße wird am Zollkontrollpunkt „Tazhen“ auf der kasachischen Seite anschließen, während Usbekistan den Bau einer neuen Autobahn abgeschlossen hat, die das Zentrum von Karakalpakstan mit der Grenze verbindet. Die Infrastrukturverbesserungen sollen den Austausch von Waren zwischen Mangistau und Usbekistan signifikant erhöhen.
In den Großhandelsmärkten von Mangistau stammen viele Lebensmittel, einschließlich Obst, Gemüse und Trockenwaren, aus Regionen Usbekistans wie Buchara, Samarkand, Nukus und Syrdarya. Täglich passieren etwa 250 bis 300 Lastwagen den Kontrollpunkt „Tazhen“, von denen etwa 25 bis 30 nach Mangistau fahren und fast 11.000 Tonnen Produkte transportieren.
Vertreter des größten Großhandelsvertriebszentrums der Region, „ORC Aktau“, nahmen ebenfalls am Forum teil. Kilibai erklärte, dass „ORC Aktau“ bereit sei, Handelsflächen anzubieten, und erwartet konkrete Schritte usbekischer Unternehmer, um eine Handelsplattform mit der Bezeichnung „Made in Uzbekistan“ für Agrarmessen einzurichten.
Zusätzlich schlug Kilibai die Schaffung einer zollfreien Handelszone namens „Khorgos“ an der Grenze vor, angelehnt an ein ähnliches Modell in China. Es wird erwartet, dass sich in dieser Zone das Warenvolumen, das zwischen Mangistau und Usbekistan gehandelt wird, vervierfachen wird. Das Forum diskutierte auch mögliche Kooperationen im Tourismus und in der Landwirtschaft. Ein Reisepaket für usbekische Reiseveranstalter, das die historischen, kulturellen und touristischen Sehenswürdigkeiten von Mangistau hervorhebt, ist für das Jahr 2025 geplant.
Zum Abschluss des Forums wurden Kooperationsvereinbarungen zwischen der Regionalregierung Mangistau und Karakalpakstan sowie zwischen den Bezirken Beineu und Khojeyli unterzeichnet.
Im Jahr 2023 waren in der Region Mangistau 140 Unternehmen registriert, die mit Usbekistan verbunden sind. Der Außenhandel der Region mit Usbekistan belief sich im Jahr 2023 auf insgesamt 13,2 Millionen US-Dollar, wobei die Importe aus Usbekistan etwa 25 % des gesamten Handelsvolumens ausmachten.






