
Kasachische Regionen im Fokus: Die Fotoausstellung eines französischen Künstlers

Die französische Künstlerin Adèle Jelansky präsentierte am 7. Dezember im Nationalmuseum von Kasachstan eine Fotoausstellung, die das Ergebnis ihres sechsmonatigen Aufenthalts als kreative Fotografin in Kasachstan darstellt.
Die neue Ausstellung mit 45 Fotocollagen, die bis zum 7. Januar 2024 zu sehen sein wird, nimmt die Betrachter mit auf eine Reise durch Kasachstan: von Almaty bis zur Altai-Region, von Mangystau bis Turkistan, von Schymkent bis Karaganda und bis nach Astana. Die Ausstellung zeigt Jelanskys künstlerische Reise durch Kasachstan, um die tiefere Bedeutung zu erforschen, die in den Reihen von Gebäuden vergraben ist, Bilder von Einheimischen, die im Moment gefangen sind, und weite Steppen und Natur. Für ein aufmerksames Auge könnte es einige neue Wahrheiten über Kasachstan offenbaren.
„Diese Fotografien verknüpfen die Regionen, in denen sie war, und zeigen eher unerwartete Paarungen. In ihrer Technik überlagert Adèle Bilder übereinander und erkundet das Wesen der Landschaften, ob natürlich, sozial oder historisch. „Diese Ausstellung ist eine Liebeserklärung an Kasachstan, dieses riesige und vielfältige Land“, sagte der französische Botschafter in Kasachstan, Didier Canesse.
Für die Künstlerin ist die Ausstellung das Produkt eines langen, langsamen Prozesses der Erforschung einer neuen Art der Kreativität. „Diese Reise war sowohl persönlich als auch kreativ sehr erfüllend“, sagte Adèle Jelansky.
Der Titel der Ausstellung, „Men Seni Zhaksy Koremin“ oder „Maintenant, je te vois“ (Ich liebe/sehe dich), wurde gewählt wegen der allgemeinen Bedeutung des kasachischen „Ich liebe dich“, einer Zuneigungserklärung an Kasachstan und seine Menschen, sowie wörtlich „Ich sehe dich gut“. Sehen ist in Jelanskys Augen auch Lieben.
Jelanskys Werke sehen aus wie digitale Collagen, aber bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass es sich um unterschiedliche Fotografien handelt, die übereinander geschichtet sind, um das Vertrauteste oder Verstörendste an die Oberfläche zu bringen. Nach der Erkundung der Städte und Orte beginnt Jelansky ihre Schichtungsarbeit mit der Manipulation von Fotos, sammelt alle einzelnen Bilder, um sie dann zu einem Kunstwerk zusammenzusetzen. „Eigentlich kann ich es nicht wirklich erklären. Ich denke, es ist eher so, als würde man mit Zufall und Intuition arbeiten“, sagte die Künstlerin.
Die Schichtung verleiht den Farben Fülle. Das Ergebnis sind unverwechselbare, sofort identifizierbare Kunstwerke, die irgendwo zwischen einem Foto und einem Gemälde liegen. Die Ausstellung mit 45 Fotocollagen wird bis zum 7. Januar 2024 zu sehen sein.





