Usbekistan

Indische Botschaft sichert Reaktion auf „Doc-1 Max“-Vorfall mit Delegationsbesuch

In Usbekistan starben viele Kinder aufgrund des Medikaments „Doc-1 Max“, was in Indien zur Einleitung eines Strafverfahrens und anschließender Ermittlungen gegen den Hersteller führte. Über laufende Ermittlungen oder Gerichtsverfahren in Indien liegen jedoch keine Informationen vor. Kun.uz sprach mit einem Vertreter der indischen Botschaft in Usbekistan, um Informationen zu diesem Thema einzuholen.

Laut Ermittlungs- und Gerichtsunterlagen aus Usbekistan sind mindestens 68 Kinder gestorben und 16 haben Behinderungen davongetragen, weil sie den Hustensaft „Doc-1 Max“ des indischen Unternehmens „Marion Biotech“ zu sich genommen haben. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Sirupe „Doc-1 Max“ und „Ambronol“ anstelle von Propylenglykol oder zusammen mit anderen giftigen Substanzen Diethylenglykol (DEG) und Ethylenglykol (EG) enthalten.

Nach diesen Erkenntnissen verhaftete die indische Polizei den Direktor und zwei Chemiker des Pharmaunternehmens. Es wurde angekündigt, dass zwei weitere Direktoren, „die sich derzeit im Ausland aufhalten, nach ihrer Rückkehr nach Indien festgenommen werden.“

Gegen die Leiter von „Marion Biotech Private Limited“ (dem Hersteller) und „Maya Chemtech India Pvt.“ (dem Zulieferer, der den Hersteller mit Komponenten versorgte) sowie gegen andere Personen wurde gemäß dem indischen Arzneimittel- und Kosmetikgesetz, Abschnitte 17(a) und 17(b), Anklage erhoben wegen der Herstellung und des Verkaufs von Arzneimitteln, die wahrscheinlich schweren Schaden verursachen und Menschenleben gefährden und bei denen festgestellt wurde, dass sie minderwertig, unecht und gefälscht sind.

Im März 2023 richteten die Ermittlungsbehörden Usbekistans über das Außenministerium eine entsprechende Anfrage an die indische Regierung, um Klarheit über die in den Medien kursierenden Informationen zu erhalten. Bis März 2024 gab es jedoch keine Antwort auf die besagte Anfrage.

Um detaillierte Informationen über das Strafverfahren zu erhalten, besuchte Kun.uz die indische Botschaft in Usbekistan und sprach mit Arif Said, dem politischen Berater des Botschafters.

Arif Saids erste Erklärung: Einige Informationen in Ihrem veröffentlichten Artikel waren auch für uns neu. Wir stehen in ständigem Kontakt mit der Regierung Usbekistans, um uns über die Untersuchungsergebnisse zu informieren. Wir haben diese Angelegenheit von Anfang an ernst genommen, weil wir nicht wollen, dass die Menschen weltweit den Eindruck haben, Indien liefere Medikamente, die unter den internationalen Standards liegen.

Die Botschaft war der Ansicht, dass „Marion Biotech“ für ihr Vorgehen ernsthafte Konsequenzen zu erwarten habe. Als Informationen über den Prozess in den usbekischen Medien veröffentlicht wurden, wurde klar, dass dies nicht der Fall war. Daraufhin forderten wir eine große Delegation aus Indien auf, nach Usbekistan zu kommen. Die Ankunft ist für die letzte Juliwoche geplant. Die Delegation wird Vertreter des Gesundheitsministeriums, des Pharmaministeriums und anderer relevanter Institutionen umfassen. Sie werden alle Fragen beantworten und Erklärungen abgeben.

Reporter: Über die laufenden Gerichtsverfahren in Indien liegen trotz der inzwischen vergangenen Zeit keine Informationen vor. Was ist der Grund für dieses Schweigen?

Arif sagte: Die Botschaft arbeitet gemeinsam mit dem Pharma- und Gesundheitsministerium daran, die im Prozess verhängten Strafen zu ermitteln. Diese Informationen werden in Kürze bekannt gegeben.

Reporter: Ist es fair, den Angeklagten, der für den Tod vieler Kinder in Usbekistan verantwortlich ist, so milde Strafen aufzuerlegen?

Arif sagte: Die Annahme, dass die Strafen als milde bezeichnet werden, beruht auf allgemeinen Informationen. Wir haben keine Beweise dafür, dass dies auf diesen konkreten Fall zutrifft. Die indische Gesetzgebung kennt auch andere Klauseln für Fälle, in denen Menschen ums Leben kommen. Die Ende Juli eintreffende Delegation wird auf jeden Aspekt eingehen und umfassende Informationen liefern.

Reporter: Wann wird die Botschaft die Öffentlichkeit umfassend zu dieser Angelegenheit informieren?

Arif sagte: Ich kann keinen genauen Zeitrahmen nennen. Die Botschaft arbeitet intensiv an dieser Angelegenheit. Mehrere Ministerien wurden heute erneut kontaktiert. Da die Pharmaindustrie in Indien ein wichtiger Sektor ist, sind mehrere Organisationen daran beteiligt. Wir werden unsere endgültigen Schlussfolgerungen vorlegen, sobald wir alle Informationen gesammelt haben und uns dessen voll und ganz sicher sind. Wir stehen derzeit mit ihnen in Kontakt und warten auf Antworten.

Reporter: Wird es nach Ankunft der Delegation eine Pressekonferenz geben, bei der Journalisten Fragen stellen können?

Arif sagte: Sofern eine Pressekonferenz auf der Tagesordnung steht, wird diese durchgeführt.

Reporter: Warum hat die Botschaft auf die Anfrage des usbekischen Außenministeriums nicht geantwortet?

Arif sagte: Das usbekische Außenministerium hat sich mit der Bitte um eine Stellungnahme zu den Ermittlungen an uns gewandt. Wir haben eine Anfrage an Indien geschickt und konnten keine Informationen liefern, da wir keine Antwort erhalten haben. Seitdem arbeitet das usbekische Außenministerium aktiv mit der Botschaft in Indien zusammen und tauscht Informationen aus.

PS: Das Interview dauerte 19-20 Minuten. Auf Wunsch der Botschaft werden hier nur die wichtigsten Punkte des Gesprächs schriftlich wiedergegeben.

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