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Tragischer Erdrutsch in Samsun: Familie Kaya betroffen
Am vergangenen Dienstag ereignete sich im Stadtbezirk Canik in Samsun ein tragischer Erdrutsch, bei dem die vierköpfige Familie Kaya betroffen war. Die Familie, die vor einem Jahr aus Bağcılar, Istanbul, in ihre Heimatstadt zurückgekehrt war, erlitt dabei schwere Verluste.
Die Ereignisse
Adem Kaya, 35 Jahre alt und CNC-Betreiber, war in einer Tankstelle neben einem Einkaufszentrum, um sein Auto zu waschen. Seine Töchter, die siebenjährige Açelya und die fünfjährige Alya, blieben im Auto, während seine Frau Çiğdem (29) neben ihm wartete. Währenddessen rutschte die Erde aufgrund starker Regenfälle ab und führte zu einem Erdrutsch, der Steine und Erde auf den Waschbereich fallen ließ. Die Familie konnte die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen und wurde unter den Trümmern begraben.
Rettungskräfte vor Ort
Schnell reagierende Rettungsteams, bestehend aus Such- und Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei, wurden sofort zur Unglücksstelle geschickt. Die Einsatzkräfte kämpften bis 01:30 Uhr, um die Familie zu erreichen. Während Çiğdem Kaya mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden konnte, wurden die leblosen Körper von Adem und den beiden Töchtern unter den massiven Felsen gefunden.
Çiğdem Kaya wurde aufgrund ihrer Verletzungen gegen 02:00 Uhr operiert. Ihr Gesundheitszustand wird als stabil eingeschätzt.
Ermittlungen eingeleitet
Justizminister Yilmaz Tunç äußerte sich in einem Social-Media-Post zu dem Vorfall und bestätigte, dass Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Tankstelle eingeleitet wurden. Der Direktor der Tankstelle und ein weiterer Angestellter wurden in Gewahrsam genommen. Eine gründliche Untersuchung soll alle Aspekte des Vorfalls beleuchten.
Ebenfalls berichteten die Behörden, dass die Nähe zum Erdrutsch als Notfallzone ausgewiesen wurde. Präventiv wurden Bewohner eines benachbarten fünfstöckigen Gebäudes evakuiert, um weitere Schäden zu verhindern.
Expertenmeinung
Assoc. Dr. Cem Kılıçoğlu von der Abteilung für Architektur und Stadtplanung an der Universität Samsun wies darauf hin, dass die Region am Schwarzen Meer ein Niederschlagsgebiet ist, und dass entsprechende Ingenieurmaßnahmen notwendig sind, um derartige Katastrophen zu verhindern. Er betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Universitäten, um ein besseres Risikomanagement zu gewährleisten.
Dieser tragische Vorfall hat die Gemeinschaft in Samsun erschüttert und erinnert uns an die Gefahren, die in solch regenreichen Gebieten bestehen.






