
EU Investition: 10 Milliarden Euro für den Transkaspischen Verkehrskorridor

Das Global Gateway Investors Forum für die EU-Zentralasien-Transportverbindungen wurde am 29. Januar in Brüssel eröffnet und brachte Regierungen, Finanzinstitutionen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft aus Europa, Zentralasien und darüber hinaus zusammen.
Bei dem Treffen kündigte Valdis Dombrovskis, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, an, dass die auf dem Forum anwesenden europäischen und internationalen Finanzinstitutionen 10 Milliarden Euro zur Unterstützung und Investition in eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur in Zentralasien bereitstellen werden.
Die Teilnehmer des Forums werden über die notwendigen Investitionen diskutieren, um den transkaspischen Verkehrskorridor in 15 Tagen in eine moderne und effiziente Route umzuwandeln, die Europa und Zentralasien verbindet.
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Dringlichkeit unterstrichen, alternative und verlässliche Handelsrouten zwischen Europa und Asien zu finden, die nicht über Russland verlaufen. Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten für Unternehmen, sondern stärkt auch die regionale Integration und die wirtschaftliche Entwicklung Zentralasiens. Aus diesem Grund konzentriert sich das Investors Forum auf Verkehrsverbindungen, die allen Aspekten der Nachhaltigkeit entsprechen und im Einklang mit den bewährten Konnektivitätsprinzipien des Global Gateway stehen.
Die Zusage von 10 Milliarden Euro beinhaltet laufende und geplante Investitionen, die die Europäische Kommission kurzfristig für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in Zentralasien mobilisieren will.
Am ersten Tag des Forums wurden im Rahmen der insgesamt 10 Milliarden Euro bedeutende Zusagen gemacht, darunter Absichtserklärungen der Europäischen Investitionsbank (EIB) über insgesamt 1,47 Milliarden Euro mit den Regierungen von Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan sowie der Entwicklungsbank Kasachstans. Diese Darlehen werden durch Garantien der Europäischen Kommission ermöglicht.
Außerdem unterzeichnete die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) eine Absichtserklärung mit Kasachstan über eine Investitionspipeline im Wert von 1,5 Milliarden Euro und bereitet bereits Projekte für die allgemeine Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der zentralasiatischen Region vor.






