
Die Trump-Familie vor Gericht: Diesmal Sohn im Fokus!

Donald Trump Jr., der älteste Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, erschien heute vor einem Richter in New York. Bei der Anhörung zu einem zivilrechtlichen Betrugsfall, in dem Donald Trump, seine Kinder und die Trump Organization beschuldigt werden, Vermögenswerte überhöht angegeben zu haben, um bessere Konditionen für Bankkredite und Versicherungstransaktionen zu erhalten, wurde Trump Jr. von den Staatsanwälten aufgefordert, seine langjährige Beziehung zur Firma seines Vaters im Detail darzulegen.
Trump erklärte, dass er sich nicht an seine genaue Position im Unternehmen erinnern könne und dass er an „jedem Thema“, einschließlich Design und Produktion, interessiert sei. Er teilte mit, dass sein Bruder Eric und seine Schwester Ivanka von 2011 bis 2017 ähnlich hoch in der Unternehmenshierarchie standen. Auf die Frage nach den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP), die in den USA für Abschlüsse verwendet werden, gab Trump Jr. an, dass er mit den GAAP-Regeln über das hinaus, was er gelernt hatte, nicht vertraut sei.
Trump Jr. erklärte, dass er zusammen mit seinem Bruder Eric Trump und dem ehemaligen Finanzchef Allen Weisselberg die Leitung des Unternehmens übernahm, nachdem sein Vater 2017 US-Präsident geworden war. Während der Anhörung konnte er keine Details zu Weisselbergs Ausscheiden aus dem Unternehmen nennen. Auf die Frage, ob er an der Erstellung des Jahresabschlusses des Unternehmens beteiligt sei, erklärte Trump Jr., dass er Experten mit dieser Aufgabe betraue.
Das zivilrechtliche Betrugsverfahren, das im September 2022 von der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James eingereicht wurde, wirft Trump, seinen Kindern, der Trump Organization und einigen Führungskräften vor, über 10 Jahre lang überhöhte Vermögenswerte gemeldet und Fehlinformationen bereitgestellt zu haben, um bessere Geschäftsbedingungen für Bankkredite und Versicherungsgeschäfte zu erhalten.
Zu den überbewerteten Vermögenswerten gehören unter anderem Trumps Villa Mar-a-Lago in Florida, sein Penthouse im Trump Tower in Manhattan sowie verschiedene Bürogebäude und Golfplätze. Die Staatsanwaltschaft forderte im Rahmen des Verfahrens eine Geldstrafe von mindestens 250 Millionen US-Dollar. Zudem wurde ein Geschäftsverbot in New York und ein fünfjähriges Gewerbeimmobilienverbot für Trump und sein Unternehmen gefordert.
Die heutige Anhörung des Falles ist beendet und Trump Jr.’s Aussage wird voraussichtlich morgen fortgesetzt.



