
Die Eisenbahnverbindung zwischen China, Kirgisistan und Usbekistan: Neue Möglichkeiten und Chancen

Inbetriebnahme der Eisenbahn China-Kirgisistan-Usbekistan: Was bedeutet das für den Handel in Zentralasien?
Bischkek – Stanislav Pritchin, Leiter des Sektors des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, äußerte heute Bedenken über die Auswirkungen der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie China-Kirgisistan-Usbekistan auf den Handel in Zentralasien. Während einer Videokonferenz zum Thema „Geopolitik der zentralasiatischen Verkehrskorridore in der gegenwärtigen Phase“ erklärte Pritchin, dass die Kirgisische Republik möglicherweise nicht die gewünschten Handelsmöglichkeiten erhalten wird.
Das aktuelle Projekt sieht vor, dass die Eisenbahn durch den südlichen Teil Kirgisistans verläuft. Da die wichtigsten Wirtschaftszentren der Republik jedoch im Norden liegen, wird es schwierig sein, die Schiene vollständig für den intraregionale Handelsnutzung zu verwenden.
Pritchin wies zudem auf den geopolitischen Wettbewerb im Verkehrssektor hin. Es gebe einen zunehmenden Wettbewerb um Projekte, wobei nicht alle davon wirtschaftlich machbar oder konkurrenzfähig seien.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie auf den Handel und die geoe politische Landschaft in Zentralasien auswirken wird.



